Ein Regionalzug hat in Portugal 89 Schafe überfahren - und eine Behörde fordert von den Besitzern der Tiere insgesamt 26.400 Euro Schadenersatz. Begründet wird die Forderung der staatlichen Schienen- und Straßennetzbetreiberin «Infraestruturas de Portugal» mit Schäden am Zug sowie erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr. Der Unfall hatte sich bereits am 28. Dezember im Bezirk Montemor-o-Velho knapp 200 Kilometer nördlich von Lissabon ereignet. Im Morgengrauen sah der Lokführer beim Herausfahren aus einer Kurve nach eigenen Angaben plötzlich die auf den Gleisen liegende Herde, wie Medien damals berichteten. Trotz Notbremsung konnte er den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Zug kam erst rund 540 Meter nach dem Aufprall zum Stillstand. Bei dem Unfall starben 89 Schafe – 65 Tiere gehörten einem Hirten, 24 einem weiteren. Der Zusammenstoß hatte außerdem massive Auswirkungen auf den Zugverkehr. Nach Angaben der zuständigen Behörden fielen sechs Züge komplett aus, zwei weitere teilweise. Zudem verspäteten sich 36 Verbindungen um insgesamt 580 Minuten. Die Hirten wehren sich gegen die Forderung. Ihr Anwalt Vítor Gaspar sprach laut der Zeitung «Correio da Manhã» von einem Unfall ohne vorsätzliches Verhalten. Solche Vorfälle gehörten zum allgemeinen Risiko des Bahnverkehrs. Man werde alles tun, damit die beiden Hirten nicht für den Schaden aufkommen müssten.Hirten wehren sich
Bildnachweis: © picture alliance / ZB
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Zug tötet in Portugal 89 Schafe - und Schäfer sollen zahlen
Zwei Schafhirten verlieren bei einem Unfall Dutzende Tiere. Nun sollen sie dafür auch noch zahlen. Was steckt dahinter?
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 29. Juni 2026
„Ich genieße jeden Tag“
Dienstjubilare der Stadt Gütersloh werden im Flussbetthotel geehrt.
Mehr als 40 Stände, ein internationales Bühnenprogramm und neue Angebote für Kinder machen das Fest erneut zum...
Bald gehen 58.800 Menschen im Kreis in Rente. Doch in den meisten Wohnungen lässt sich kaum alt werden, zeigt eine neue Studie.
Neueste Artikel
- 20. Juli 2026
Anwalt: Tate-Brüder wollen sich Auslieferung widersetzen
Nach ihrer Festnahme in den USA sitzen die Influencer Andrew und Tristan Tate laut ihres Anwaltes in Einzelzellen. Die britische Anklagebehörde will sie vor Gericht stellen.
Die Festnahme von «El Mayo» vor zwei Jahren sorgt immer noch für Spannungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten. Der frühere Partner von «El Chapo» war entführt worden.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 20. Juli 2026
Anwalt: Tate-Brüder wollen sich Auslieferung widersetzen
Nach ihrer Festnahme in den USA sitzen die Influencer Andrew und Tristan Tate laut ihres Anwaltes in Einzelzellen. Die britische Anklagebehörde will sie vor Gericht stellen.
Die Festnahme von «El Mayo» vor zwei Jahren sorgt immer noch für Spannungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten. Der frühere Partner von «El Chapo» war entführt worden.






