5. Februar 2023 / Allgemeines

Mehrere Wintersportler sterben durch Lawinen

Die verschneiten Berge locken Wintersportler. Der Neuschnee ist aber nicht ohne Gefahren. Behörden warnen vor Lawinen. Doch die Warnungen verhallen bei manchen ungehört. Mehrere Menschen finden den Tod.

Bergretter im Einsatz im Bereich Fieberbrunn. Die Lawinensituation in Österreich hat für zahlreiche Rettungseinsätze gesorgt.
von dpa

Mehrere Menschen sind am Wochenende in den Bergen von Lawinen getötet worden. Allein in den österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg starben seit Freitag sieben Wintersportler und ein Schneepflugfahrer, in Südtirol verunglückte eine Skitourengeherin aus Bayern tödlich. Behörden warnten vor weiteren Lawinen - auch in den bayerischen Alpen.

In Bayern waren laut Lawinenwarndienst in den vergangenen Tagen vor allem im Allgäu und ab einer Höhe von 1400 Metern vermehrt Lawinen abgegangen. Sie seien hauptsächlich durch Wintersportler ausgelöst worden. Die Gefahr war auch am Wochenende hoch. Schwer verletzt wurde dort nach Angaben des Lawinenwarndienstes aber zunächst niemand, anders als in Österreich und Italien.

Deutsche Tourengeherin stirbt in Südtrirol

Bei einem Lawinenabgang in Südtirol war am Samstag eine 31-jährige Tourengeherin aus Bayern gestorben. Sie wurde in einer Tiefe von 2,5 Metern gefunden und konnte nicht mehr wiederbelebt werden. Eine Begleiterin konnte nach Angaben der Südtiroler Bergrettung unverletzt unter den Schneemassen befreit werden und kam laut Bergrettung zur Notfallseelsorge. Die Schneemassen waren in einer Höhe von etwa 2200 Metern abgegangen. Eine Gruppe deutscher Tourengeher, die den Vorfall mitbekommen hatte, eilte zur Hilfe. Die Unglücksstelle lag rund 80 Kilometer östlich von Bozen nahe der Grenze zur Region Venetien.

Im österreichischen St. Anton wurden zwei Skitourengeher tot aus dem Schnee geborgen. Der 29 Jahre alte Skiführer und sein Gast, ein 33-jähriger Österreicher, waren am Samstagvormittag im freien Skiraum von einem Schneebrett erfasst worden. Die Suche musste wegen der hohen Lawinengefahr zunächst unterbrochen werden. Im österreichischen Kaunertal kam ein 62-jähriger Tourengeher unter einer Lawine zu Tode. In Osttirol wurde der Fahrer eines Schneepflugs am Sonntag tot unter Schneemassen geborgen. Das Fahrzeug war laut Polizei von einer Lawine erfasst und mitgerissen worden.

Im Ötztal starb ein 32-jähriger chinesischer Skifahrer unter einer Lawine. Am Sonntag verlor dort noch ein weiterer Skifahrer sein Leben. Im Zillertal wurde ein 17-jähriger Neuseeländer von Schneemassen begraben, im Kleinwalsertal wurde am Samstag ein seit Freitagabend vermisster 55-jähriger Deutscher tot unter einer Lawine geborgen. Die vier Wintersportler hatten trotz der Warnungen den gesicherten Skiraum auf den Pisten verlassen.

In den Alpen war in den vergangenen Tagen regional deutlich mehr als ein Meter Neuschnee gefallen. Es herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Allein in Tirol wurden Dutzende Lawinen gezählt.


Bildnachweis: © Zoom.Tirol/APA/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

DWD warnt vor Schneefällen: Schulen und Verkehr betroffen
Allgemeines

Das Winterwetter hält an: Aktuell passieren etwa in NRW mehr Unfälle als sonst auf den Straßen. Manche Busse und Bahnen fallen aus. Auch Schulen bleiben zu. Nächste Nacht soll es heftig schneien.

weiterlesen...
Schulausfall im Norden - Warnung vor extremer Lage
Allgemeines

Starker Schneefall bringt das öffentliche Leben in Teilen Deutschlands durcheinander. Die Situation dürfte sich laut Wettervorhersage am Freitag verschärfen.

weiterlesen...
Wohin mit dem Weihnachtsbaum?
Stadt Gütersloh

Verschiedene Entsorgungsmöglichkeiten im Stadtgebiet und in den Ortsteilen von Gütersloh.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach Messerattacke in Ulm: Polizei sucht Motiv
Allgemeines

Nach dem Messerangriff in einem Ulmer Einkaufszentrum bleibt das Motiv unklar. Ein 25-Jähriger kämpft weiter um sein Leben. Einen Tag nach der Tat meldet sich auch ein weiteres Opfer.

weiterlesen...
Notlandung in Barcelona aus Sorge vor Bombe
Allgemeines

Der Name eines Internet-Hotspots löst auf einem Flug von Istanbul nach Barcelona einen Bombenalarm aus. Die Maschine muss in Barcelona notlanden und wird von Spezialkräften durchsucht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach Messerattacke in Ulm: Polizei sucht Motiv
Allgemeines

Nach dem Messerangriff in einem Ulmer Einkaufszentrum bleibt das Motiv unklar. Ein 25-Jähriger kämpft weiter um sein Leben. Einen Tag nach der Tat meldet sich auch ein weiteres Opfer.

weiterlesen...
Notlandung in Barcelona aus Sorge vor Bombe
Allgemeines

Der Name eines Internet-Hotspots löst auf einem Flug von Istanbul nach Barcelona einen Bombenalarm aus. Die Maschine muss in Barcelona notlanden und wird von Spezialkräften durchsucht.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner