24. Januar 2026 / Allgemeines

Zwölfjähriger stirbt Tage nach Haiattacke in Australien

Eine Woche kämpfte der Junge in einem Krankenhaus in Sydney um sein Leben. Nun erlag er seinen schweren Verletzungen. Vermehrte Haiangriffe versetzen die Menschen in Australien in Alarmbereitschaft.

Innerhalb von nur wenigen Tagen wurden aus dem australischen Bundesstaat New South Wales vier Haiangriffe gemeldet. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 24. Januar 2026 um 12:03 Uhr von dpa

Ein Zwölfjähriger ist knapp eine Woche nach einer Haiattacke in Sydney an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. «Unsere Herzen sind gebrochen», zitierten australische Medien aus einer Mitteilung der Eltern. Nach mehreren Haiangriffen innerhalb kurzer Zeit wachsen damit in und um Sydney die Sorgen an den auch bei Touristen beliebten Stränden.

«Er war immer voller Lebensfreude»

Der Junge war am vergangenen Sonntag nahe dem Strandabschnitt Shark Beach im Osten der Metropole von einem Hai gebissen und an beiden Beinen schwer verletzt worden. Seine Freunde waren noch ins Wasser gesprungen, um ihn in Sicherheit zu bringen, berichtete der Sender 9News.

Doch der Junge sei nach dem Angriff in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden. Dort habe er tagelang um sein Leben gekämpft. Die Behörden gehen den Berichten zufolge davon aus, dass ein Bullenhai das Kind angegriffen haben könnte. 

Ihr Sohn sei «ein fröhlicher, freundlicher und sportlicher Junge mit einem äußerst gütigen und großzügigen Wesen» gewesen, zitierten australische Medien weiter aus der Mitteilung der Eltern. «Er war immer voller Lebensfreude, und so werden wir ihn in Erinnerung behalten.» 

Mehr Haiangriffe - Sydney in Alarmbereitschaft

Innerhalb von nur zwei Tagen war es im australischen Bundesstaat New South Wales, zu dem auch Sydney gehört, laut Medienberichten zu vier Attacken gekommen. Ein Mann war demnach am bekannten Manly Beach angegriffen und schwer an einem Bein verletzt worden. Sein Zustand sei weiter kritisch, meldet der Sender 9News. 

Außerdem soll ein Hai einen Elfjährigen ganz in der Nähe am Dee Why Beach von seinem Surfbrett gestoßen haben. Während das Kind wie durch ein Wunder unverletzt entkommen konnte, biss der Raubfisch ein großes Stück aus dem Board. Ein weiterer Angriff habe sich in Point Plomer ereignet. Mehrere Strände in der Region wurden vorübergehend gesperrt.

Ideale Bedingungen für Bullenhaie

Experten zufolge nimmt die Aktivität von Bullenhaien in den wärmeren Monaten vor der Küste Sydneys zu. In Australien ist gerade Sommer. Durch den Klimawandel verlängert sich zudem die Zeit, in der Schwimmer und Surfer einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, da steigende Wassertemperaturen die Tiere länger in Küstennähe halten. Als mögliche weitere Faktoren gelten starke Regenfälle, die das Wasser trüben und ideale Jagdbedingungen für Bullenhaie schaffen.

Nach offiziellen Daten aus dem Jahr 2025 kam es in Australien in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich zu rund 20 Hai-Zwischenfällen pro Jahr mit Verletzten. Im Schnitt wurden dabei jährlich 2,8 Todesfälle registriert.

Im November war eine Schweizerin an Australiens Ostküste wahrscheinlich von einem Bullenhai tödlich verletzt worden. Im September starb ein Surfer in einem Vorort von Sydney bei einem Angriff. Für den Menschen sind vor allem drei in der Region heimische Arten gefährlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie.


Bildnachweis: © Rick Rycroft/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.

weiterlesen...
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Allgemeines

Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.

weiterlesen...
Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis
Allgemeines

Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Allgemeines

Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.

weiterlesen...
Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis
Allgemeines

Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner