29. November 2020 / Für die ganze Familie

Geschichte zum ersten Advent

"Man ist niemals allein"

Adventsgeschichte ©pixabay.com
von VS

Wir wünschen Euch einen schönen ersten Advent! 

"Man ist niemals allein"

Da saß ich nun vor einem festlich geschmückten Weihnachtsbaum. In ihm erstrahlte eine Lichterkette mit blauen, roten, grünen und gelben Lichtern. An seinen kräftigen grünen Ästen hingen rote, mit Gold verzierte Kugeln und hin und wieder sah man einen Strohstern herausstehen.
 
Wie gerne hätte ich dieses Jahr das Weihnachtsfest mit meinen Liebsten verbracht. Ich hätte gerne gesehen, wie meine Enkelkinder ihre Geschenke ausgepacken und sich über das neue Spielzeug freuen.
 
Dieses Jahr war nun mal kein leichtes Jahr, das musste sich wohl jeder eingestehen, aber in meinen 80 Jahren Lebenserfahrung habe ich noch kein Weihnachtsfest ohne meine Liebsten verbringen müssen.
 
Obwohl ich wusste, dass es nicht zu ändern war, war ich so unendlich traurig.
 
Doch ich wollte den Heiligen Abend nicht in Trübsal verbringen! So entschied ich mich dazu, eine festliche CD einzulegen und es mir mit einem ganz kleinen Becher Eierpunsch gemütlich zu machen. Ich holte sogar alte Fotos heraus und schwelgte in meinen Erinnerungen.
 
Das Klingeln meines Telefons riss mich jedoch aus der Vergangenheit. Ich stand auf und ging Richtung meines Apparates - wobei mir ein flüchtiger Blick auf die Uhr verriet, dass ich schon über eine Stunde so gesessen hatte.
 
Als ich abnahm, fragte ich mich, wer um diese Uhrzeit noch anrufen würde und als ich meine Enkeltochter und meinen Enkelsohn am anderen Ende hörte, wurde mir ganz warm ums Herz. 
»Frohe Weihnachten Omi, wir haben eine Überraschung für dich!«, sagte Tim und Anne führte seinen Satz fort: »Ja Omi, guck doch bitte aus deinem Schlafzimmerfenster heraus«.
Dann legten die beiden auf, ohne dass ich auch nur ein Wort sagen konnte. Doch ich tat das, worum sie mich gebeten hatten; ich ging zu meinem Schlafzimmerfenster und öffnete es.
 
Als ich sah, dass meine Tochter, ihr Mann und meine beiden Enkelkinder dort standen, stiegen mir die Tränen in die Augen - sie hatten mich nicht vergessen!
Sie standen vor mir und sangen und obwohl es schiefer nicht hätte sein können, so war es doch das Schönste, was meine Ohren jemals gehörten haben.
 
Ein außergewöhnliches, aber schönes Weihnachtsfest.

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