8. Juni 2020 / In Gütersloh entdeckt...

Der Botanische Garten geht auf Zeitreise

Hommage an die Siebziger

Botanischer Garten Gütersloh

Auf Zeitreise in Güterslohs grüner Lunge: Im Botanischen Garten an der Parkstraße leben jetzt die 1970er Jahre wieder auf. Gärtnerinnen und Gärtner des städtischen Fachbereichs Grünflächen haben in der vergangenen Woche insgesamt vier Sommerbeete mit etwa 400 Quadratmetern Fläche am Kugelahorn bepflanzt, zwei davon in einem Rautenmuster. Vorbild ist dabei eine 48 Jahre alte Postkarte. Sie zeigt, wie straff geometrisch ausgerichtet damals Blumenarten wie Fuchsien, Lobelien oder Eisbegonien in Güterslohs Stadtpark blühten. Die Idee, diesen botanischen Stil wieder aufleben zu lassen, stammt von Daniela Toman sowie vom Team der Stadtgärtner und –gärtnerinnen unter Leitung von Annette Kosfeld und Detlev Meier. 
 
Anlass für den Rückgriff auf die Vergangenheit war eine „Schnapszahl“: 111 Jahre Stadtpark Gütersloh, von dem der Botanische Garten ein Teil ist. geplant und umgesetzt. „Die beiden Sommerblumenbeete werden zwei Mal pro Jahr frisch bepflanzt und sie stellen für viele Blumenliebhaber das i-Tüpfelchen des Botanischen Gartens in Gütersloh dar“, erläutert Daniela Toman, die Mitarbeiterin des städtischen Fachbereichs Grünflächen und auch Vorsitzende des Förderkreises Stadtpark-Botanischer Garten ist. Ungefähr Mitte Juni werden die populären Blumensorten der damaligen Zeit wie Dahlien, Eisbegonien, Tagetes, Fuchsien, Lobelien, Löwenmäulchen oder Knollenbegonien in voller Blüte stehen, schätzt Toman.
 
Während heutzutage freiflächiger gepflanzt werde, hätten vor 50 Jahren noch andere Regeln in der Gartengestaltung gegolten, erläutert sie weiter. „Vorbild war der alte, englische Stil“, ergänzt Detlev Meier, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen das Areal zuvor zentimetergenau ausgemessen und abgesteckt hatte, bevor die Blumen in den Boden konnten. Die Hommage an die Siebziger und die Historie von Güterslohs grünem Wohnzimmer ist nicht nur optisch, sondern auch textlich ein farbenreiches Spektakel: Orangefarbenes Blumenrohr, korallenrote Fuchsien und leuchtend rote Lobelien, Löwenmäulchen, Buntnessel, Zigarettenblümchen, Vanilleblumen, Knollenbegonien, Tagetes, Lakritz-Strohblumen und Waldtabak wetteifern um die Gunst des Betrachters.
 
Die vier aktuellen Sommerblumenbeete ergänzen die ebenfalls vom Förderkreis entworfene Ausstellung „Betreten erbeten! 111 Jahre Stadtpark“ im Gütersloher Stadtmuseum an der Kökerstraße 7 bis 11a. Doch während der Botanische Garten täglich geöffnet ist, ist das Museum wegen der Corona-Pandemie zurzeit leider geschlossen.
 
Weitere Informationen zum Botanischen Garten unter www.botanischer-garten-guetersloh.de.
 
1. Foto: In jedem Garten der Siebzigder Jahre ein Muss: Stadtgärtnerin Annette Kosfeld pflanzt Eisbegonien
 
2. Foto: 111 Jahre Stadtpark und ein Blick in die jüngere Geschichte: Die Postkarte aus den Siebzigern ist die Vorlage für die aktuelle Sommerbeetbepflanzung

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