19. März 2021 / In Gütersloh entdeckt...

Quilt und Bild ab Mai im Standesamt

Städtischer Fachbereich Kultur stellt Gewinnerin der Ausschreibung vor

von VS

Im vergangenen Dezember wurden alle Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis dazu aufgerufen, sich für eine Ausstellung für das Standesamt zu bewerben. Der Fachbereich Kultur stellt nun die Gewinnerin und ihre Ausstellung vor.

Pressemitteilung der Stadt Gütersloh:

Im Standesamt erleben Paare und ihre Hochzeitsgäste emotionale und schöne Momente. Diese Atmosphäre soll durch die Kunst in den Räumen positiv beeinflusst werden. Daher hatte der Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh im Dezember Künstlerinnen und Künstler aus Gütersloh und Umgebung dazu aufgerufen, passende Arbeiten in einer Bewerbung bis zum 15 Januar 2021 an den Fachbereich zu senden. Aus den über 20 vielfältigen Einsendungen wurde mittlerweile mit Hilfe der externen Kuratorin Birgit Laskowski und unter Einbeziehung des Standesamts eine Wahl für das Ausstellungsjahr 2021 getroffen: Ab Mai wird das Ausstellungsformat „Quilt & Bild - Kunst von Mutter & Tochter“ von Gisela und Birthe Stumpenhausen im Standesamt Gütersloh vorgestellt. »Die Kollegen und Kolleginnen vom Fachbereich Kultur freuen sich, dem dortigen Publikum das Ergebnis der Ausstellungs-Ausschreibung zu präsentieren, die von nun an  jährlich von uns organsiert wird,« sagt Lena Jeckel, Leiterin des Fachbereichs Kultur.
 
Hinter dem Ausstellungsformat stecken Acrylgemälde und Bilder in MixedMedia auf Leinwand oder Holzträgern von Birthe Stumpenhausen in der Kombination und Gegenüberstellung mit den Quilts ihrer 2018 verstorbenen Mutter, der Textilkünstlerin Gisela Stumpenhausen. Sie bilden eine spannungsreiche und dennoch harmonische Kombination. Diese Harmonie entspringt überraschender Weise nicht einem abgestimmten Arbeiten, denn die Werke sind separat in den jeweiligen Ateliers entstanden. Erst die Zusammenführung in der Ausstellung bringt die Kunstwerke in Interaktion, hebt vorhandene Parallelen hervor und macht gleichzeitig die individuellen Qualitäten der beiden künstlerischen Ansätze spürbar.
 
Beide Künstlerinnen eint ihr Farbgefühl, manchmal auch Themen wie Landschaftsdarstellungen. Gisela Stumpenhausen greift in ihren Stoffarbeiten Themen auf, die sie berühren, und findet in der Behandlung teils vorgefundener Materialien wie einem alten Bettlaken als Träger für Stickereien und Applikationen feinsinnige Symbole, zum Beispiel für die Situation von Flüchtlingen. Ihre Tochter Birthe sucht sowohl in der Wahl ihrer Motive und als auch ihrer Medien Ausdruck für Kontraste – wie zum Beispiel gegensätzliche Jahreszeiten oder Leichte und Schwere. »Dass ich mit „Quilt & Bild - Kunst von Mutter & Tochter“ ein Jahr lang das Standesamt in Gütersloh bespielen darf, freut mich sehr. Ich habe mich beworben, um die besondere positive Stimmung, die sich den Gästen im Standesamt zeigen soll, zu unterstützen«, so Birthe Stumpenhausen zu ihrer Bewerbung.

In den Werken der Künstlerinnen aus zwei Generationen ist die Vorliebe für leuchtende Farbklänge und eine sehr sinnliche und lebendige Abstraktion eminent, die immer Anklänge an die realen Elemente wahrt: Ob in Landschaftszitaten, Naturelementen wie Kieseln, Federn, Pflanzen oder kristallinen Formen. Wie in einer glücklichen Ehe lassen sich in dieser gemeinsamen Präsentation zweier künstlerischer Positionen unterschiedliche Persönlichkeiten gegenseitig Raum zum Ausdruck ihrer Eigenheiten und ergänzen sich dabei zu einer ausgewogenen Einheit. 

Bildunterschrift: 
„Familien-Bilder“: Mutter und Tochter Stumpenhausen stellen im Standesamt aus. Unser Bild zeigt Birthe Stumpenhausen vor einem ihrer Werke 

Bildquelle: ©Stadt Gütersloh

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