7. Mai 2026 / Kreis Gütersloh

Arbeitsmarktintegration im Kreis Gütersloh stärken

Gütersloh. Die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und ihren Nachkommen stärken – das...

von Lena Baron

Gütersloh. Die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und ihren Nachkommen stärken – das ist das Ziel der Landesinitiative ‚NRW.integrativ‘. Dazu hat die Lenkungsgruppe des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) in einer Sitzung beraten. Ein Vertreter des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) hatte die Initiative zunächst vorgestellt, die Lenkungsgruppe stimmte der Umsetzung im Kreis Gütersloh zu.

Im Rahmen des KIM-Case Managements soll ‚NRW.integrativ‘ die nachhaltige Integration in Ausbildung und Arbeit unterstützen. Dazu gehört eine individuelle Beratung und Begleitung zu arbeitsmarktbezogenen Themen und auch Arbeitgebende werden für die Potenziale von Menschen mit Einwanderungsgeschichte sensibilisiert und informiert. Die Zusammenarbeit erfolgt eng mit bestehenden Strukturen wie dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit, der Ausländerbehörde, der pro Wirtschaft GT sowie den Kommunen vor Ort.

Darüber hinaus berichtete das Kommunale Integrationszentrum über Projekte, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Ziel dieser war es, die Teilhabechancen zu erhöhen, Zugangsbarrieren abzubauen und Transparenz über die bereits bestehenden Angebote zu schaffen. Dazu wurden unter anderem zwei Apps etabliert. Über die mehrsprachig verfügbare ‚Integreat-App' können sich eingewanderte Menschen zu Themen wie Wohnen, Arbeit, Gesundheit oder Bildung informieren. Die ‚saba app‘ richtet sich an Menschen mit psychosozialen Herausforderungen, insbesondere mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Sie verbindet einen digitalen Selbsthilfepfad mit persönlicher psychosozialer Beratung – und das in der jeweiligen Herkunftssprache der Nutzenden. Im vergangenen Jahr wurde im Kreis Gütersloh unter anderem das neue Sprachkursformat für Geringliteralisierte etabliert, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird. Ebenfalls wurden Berufssprachkurse für Auszubildende verschiedener Berufsgruppen an den jeweiligen Berufskollegs ausgerichtet.

Das Kommunale Integrationszentrum kooperiert eng mit dem BAMF, um Möglichkeiten zu prüfen, wie auch in diesem Jahr möglichst vielen Menschen ein Sprachkursangebot gemacht werden kann. Hintergrund dessen sind die diesjährigen Kürzungen der vom BAMF geförderten Integrations- und Berufssprachkurse.

Zum Thema: Landesprogramm Kommunales Integrationsmanagement (KIM NRW)

Das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) hat das Ziel, Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Schutzsuchende beim Ankommen und Teilhaben im kommunalen Umfeld zu unterstützen.
Dafür berät und begleitet das KIM-Case-Management die Zielgruppe innerhalb des gesamten Integrationsprozesses und arbeitet dabei ganzheitlich, rechtskreisübergreifend und strategisch, indem fallübergreifende Problemlagen an die Koordinierenden Stellen im Kreis Gütersloh gespiegelt werden – von der Fallebene bis in die Systemebene.
Das KIM wird im Kreis Gütersloh seit 2021 in Kooperation mit neun kreisangehörigen Kommunen und weiteren Akteuren der Integrationsarbeit aus dem gesamten Kreisgebiet umgesetzt.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)


Bildnachweis/Bildinformationen: Die Lenkungsgruppe des Kommunalen Integrationsmanagements kam zu ihrer achten Sitzung zusammen. 

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