1. Juni 2026 / Kreis Gütersloh

Einblicke in die offene Seniorenarbeit

Gütersloh. Seit 33 Jahren fördert der Kreis Gütersloh die offene Seniorenarbeit der Freien Wohlfahrtsverbände. Im...

von Isabelle Gruschke

Gütersloh. Seit 33 Jahren fördert der Kreis Gütersloh die offene Seniorenarbeit der Freien Wohlfahrtsverbände. Im Ausschuss für Arbeit und Soziales am Donnerstag, 28. Mai, stellten Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, der Caritas, der AWO und der Diakonie ihre aktuellen Projekte und Angebote vor.

Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Programme für junge Rentnerinnen und Rentner sowie Angebote gegen Einsamkeit im Alter. Dazu zählen unter anderem gemeinsame Kaffeenachmittage, Gymnastikkurse oder Gedächtnistrainings. Viele ältere Menschen seien von sozialer Isolation betroffen, betonten die Wohlfahrtsverbände im Ausschuss.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Bildungs- und Freizeitangebote – zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse, Handarbeitstreffen oder Informationsveranstaltungen. Auch Projekte zur Förderung der Mobilität älterer Menschen wurden vorgestellt. Eine wichtige Rolle spielen außerdem Alltagshelferinnen und Alltagshelfer: Ehrenamtliche unterstützen Seniorinnen und Senioren beispielsweise bei kleineren handwerklichen Anliegen oder organisatorischen Aufgaben.

Die Freien Wohlfahrtsverbände machten zudem deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für die Seniorenarbeit ist. Deshalb werden weiterhin freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht, die sich in den unterschiedlichen Angeboten einbringen möchten.

Manuel Bünte, Sachgebietsleiter Betreuung und Heimaufsicht beim Kreis Gütersloh, stellte während der Ausschusssitzung die Aufgaben der Betreuungsbehörde vor. Gemeinsam mit seinem Team bearbeitet er rund 1.000 Sachverhaltsermittlungen pro Jahr. Aktuell betreut die Behörde etwa 3.400 laufende Betreuungsfälle. Dabei handelt es sich um Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können und deshalb eine rechtliche Betreuung erhalten. Diese Aufgabe übernehmen entweder Angehörige oder professionelle Betreuerinnen und Betreuer.

Eine große Herausforderung sieht Bünte unter anderem im Rückgang der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer. Gleichzeitig würden die Fälle zunehmend komplexer. Viele neue Betreuungskräfte seien zudem noch unerfahren.

Auf der Tagesordnung stand außerdem der Sozialleistungsbericht 2025. Zudem gaben Dominik Richard, Abteilungsleiter Arbeit im Jobcenter, und Kathrin Meister, Abteilungsleiterin Leistungen im Jobcenter, einen aktuellen Sachstand zur Umsetzung der Reform der Grundsicherung. Diese tritt im Juli in Kraft. Jobcenterleiterin Kathrin Falke berichtete den Ausschussmitgliedern über die Wirkung und Weiterentwicklung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)

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