16. Juni 2026 / Kreis Gütersloh

Neuer Standort ab Juni 2027

Steinhagen. Bereits seit 2015 bietet die Feuerwehr in Amshausen eine provisorische Heimat für die Rettungswache...

von Jan Focken

Steinhagen. Bereits seit 2015 bietet die Feuerwehr in Amshausen eine provisorische Heimat für die Rettungswache Steinhagen. Ab Juni 2027 soll dem beengten Verhältnis ein Ende gesetzt werden, denn da soll die neue Rettungswache Steinhagen an der Bahnhofstraße fertiggestellt sein. Gestern, am Montag, 15. Juni, war der offizielle Spatenstich für den Neubau von knapp vier Millionen Euro. Die Planung der Rettungswache Steinhagen wurde wie die Planung der Rettungswache Halle/Westf. von dem Büro ‚Hoffjann Architekten‘ übernommen. „Lassen Sie uns nun den ersten Spatenstich setzen – als Symbol für Sicherheit, Zusammenarbeit und Zukunft“, sprach Landrätin Ina Laukötter in ihrer Rede zum Spatenstich. „Bei jeder Lage ist der Rettungsdienst für uns im Einsatz. Ich finde, dieses Wissen ist zutiefst beruhigend. Und damit das so bleibt, investiert der Kreis Gütersloh heute in Sicherheit, in Vorsorge – und in die Menschen, die in Not für uns da sind.“ Die Landrätin griff für den symbolischen Akt zum Spaten, mit dabei unter anderem Bürgermeisterin Sarah Süß.


Für die 2.160 Einsätze im Jahr 2025 stand ein Rettungswagen in Steinhagen zur Verfügung. Der mittelfristig steigenden Anzahl von Einsätzen trägt der Kreis unter anderem mit dem Bau der Rettungswache an der Bahnhofstraße Rechnung. Standorte, Fahrzeuge und Strukturen sollen sukzessive an ein steigendes Einsatzaufkommen im Kreis Gütersloh angepasst werden. Die neue Rettungswache wird zwei Rettungswagen Platz bieten, wobei ein Rettungswagen künftig rund um die Uhr dort stationiert sein wird und ein weiterer tagsüber. Die bauliche Erweiterung um zwei weitere Stellplätze zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich. Derzeit sind neun Mitarbeitende unter der Leitung von Jens Vahle an der Rettungswache Steinhagen eingesetzt, ab Herbst 2027 werden fünf weitere dort eingesetzt sein. 

Das Team von Vahle stellt die rettungsdienstliche Versorgung für rund 21.000 Menschen bei einer Flächenabdeckung von rund 56 Quadratkilometern sicher. Dabei dient die Rettungswache Steinhagen primär zur Abdeckung der Gemeinde Steinhagen, sekundär aber auch von Nachbarkommunen.


Geplant wurde die Rettungswache als massives Gebäude mit Klinkerfassade im Sozialbereich und Metallfassade im Fahrzeugbereich vom Architekturbüro ‚Hoffjann Architekten‘. Das rund 575 Quadratmeter große Gebäude wird auf einem rund 4.050 Quadratmeter großen Gelände an der Bahnhofstraße gebaut. Die gesamte Dachfläche der Rettungswache soll als Gründach ausgebildet werden, wobei die Dachfläche der Fahrzeughalle gleichzeitig mit Photovoltaik bestückt werden soll. Sowohl die Beheizung als auch die Kühlung des Gebäudes erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Hierzu werden in den Ruheräumen Heiz- und Kühldecken zur Raumbeheizung und -kühlung eingebaut. Die innen liegenden Räume sowie die Ruheräume werden zentral be- und entlüftet. Auf dem Grundstück wird das Oberflächenwasser gesammelt und über Entwässerungsgräben in ein Versickerungsbecken geführt. Knapp 800 Quadratmeter der Grundstücksfläche werden mit Gehölzen bepflanzt. Durch die gemeinsame Planung mit der Rettungswache Halle/Westf. konnten Synergieeffekte genutzt und dadurch Planungskosten eingespart werden.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)


Bildnachweis/Bildinformationen: Beim symbolischen Spatenstich für die Rettungswache Steinhagen (v.l.): Jena Vahle (Rettungswachenleiter Steinhagen), Thorsten und Susanne Hoffjann (Hoffjann Architekten), Dirk Lehmann (CDU-Kreistagsmitglied), Dr. Angela Lißner (Dezernentin Gesundheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz Kreis Gütersloh), Bürgermeisterin Sarah Süß und Landrätin Ina Laukötter.         

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