12. Mai 2026 / Kreis Gütersloh

Neuer Standort soll 2027 bezogen werden

Halle/Westf.. Die Bodenarbeiten sind bereits im vollen Gange, im Mai 2027 soll die neue Ret-tungswache Halle/Westf....

von Jan Focken

Halle/Westf.. Die Bodenarbeiten sind bereits im vollen Gange, im Mai 2027 soll die neue Ret-tungswache Halle/Westf. fertig sein. Gestern, Montag, 11. Mai, war an der Osnabrücker Straße offizieller Spatenstich für den Neubau von knapp sechs Millionen Euro. Die Rettungswache, die den in die Jahre gekommenen und zu klein gewordenen Standort an der Oldendorfer Straße ersetzt, entsteht nach den Plänen des Büros ‚Hoffjann Architekten‘ (Detmold), das auch die Ret-tungswache Steinhagen plant. „Die Arbeit im kreiseigenen Rettungsdienst ist ein Fundament un-serer Sicherheit“, betonte Landrätin Ina Laukötter beim Spatenstich. „Diese Wache ist ein Ver-sprechen an die Menschen im Kreis Gütersloh: Wir nehmen ihre Sicherheit ernst!“  Zusammen mit Bürgermeister Thomas Tappe, Detlef Kroos (stellvertretender Landrat), Marc Winkler (Leiter Rettungswache Halle/Westf.) und den beiden Vertreterinnen des Architekturbüros Susanne Hoffjann und Sigrun Pflüger griff die Landrätin für den symbolischen Akt zum Spaten. 

Die Rettungswache Halle/Westf. ist zusammen mit Rheda-Wiedenbrück eine der zwei großen Rettungswachen in Kreisträgerschaft: Künftig sind dort drei Rettungswagen, davon zwei rund um die Uhr und einer zusätzlich tagsüber, sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert. Der Krankentransport hingegen wird in Zukunft von Halle/Westf. in das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum nach Verl-Sürenheide verlagert, der Spatenstich für diesen Neubau erfolgte bereits Ende vergangenen Jahres. 6.170 Einsätze in der Notfallrettung und 2.020 im Krankentransport stehen in der Jahresbilanz 2025 für die Haller Rettungswache. Das Team von Rettungswachenleiter Marc Winkler besteht aus 30 Kolleginnen und Kollegen – Notärztinnen und Notärzte, Auszubildende und FSJler noch nicht mitgezählt. Bis zu zwölf Mitarbeitende sind künftig täglich im Dienst. Von dem Standort aus versorgt das Team die Städte Halle/Westf., Borgholzhausen und Werther/Westf. – und leistet somit die rettungsdienstliche Versorgung für rund 42.500 Einwohnerinnen und Einwohner. Bei der notärztlichen Versorgung werden zusätzlich auch die Gemeinde Steinhagen und Bereiche der Stadt Versmold versorgt. Das Versorgungsgebiet umfasst rund 160 beziehungsweise 240 Quadratkilometer. Der Neubau ist Teil des neuen Rettungsdienstbedarfsplans des Kreises Gütersloh, der im vergangenen Jahr beschlossen worden war. Er sieht unter anderem vor, Standorte, Fahrzeuge und Strukturen an ein steigendes Einsatzaufkommen anzupassen. 

‚Hoffjann Architekten‘ haben die Rettungswache als massives Gebäude mit Klinkerfassade im Sozialbereich und Metallfassade im Fahrzeugbereich geplant. Auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Osnabrücker Straße wird die Rettungswache 20 Meter abgerückt von der ehemaligen B68 stehen. Acht Ruheräume, zwei große Schulungs- und Aufenthaltsräume, eine Küche, Verwaltungs- und Technikräume sowie Lager, Desinfektionsräume, Sanitär- und Umkleidebereiche verteilen sich zusammen mit den fünf Fahrzeugplätzen auf knapp 900 Quadratmetern. Die komplette Dachfläche ist als Gründach konzipiert, die Fahrzeughalle wird mit Photovoltaik bestückt. Die Beheizung – und auch Kühlung – erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Auf dem weitläufigen Grundstück sieht der Bebauungsplan eine Bepflanzung mit Wildsträuchern und Gehölzen auf einer Fläche von 1.750 Quadratmetern vor. Auch ein Regenrückhaltebecken ist eingeplant.


Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)

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