Gütersloh. Schulleiter Holger Blüder und Verwaltungsleiterin Alina Feller stellten im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport am Donnerstag, 17. September, den Geschäftsbericht 2025 der Musikschule für den Kreis Gütersloh vor. Vier Tage nach einem der Saison-Highlights aus musikalischer Sicht: Am vergangenen Sonntag trat zum zweiten Mal das von Blüder wiederbelebte Sinfonieorchester der Musikschule mit 81 Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Dirigent Blüder in der Stadthalle Gütersloh auf. Rund 150 Veranstaltungen, so Blüder im Ausschuss, gestalteten die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler jedes Jahr. Damit sei die Musikschule ein wesentlicher Bestandteil der Kulturlandschaft im Kreis. In 2025 kooperierte die Musikschule zudem mit 59 Institutionen, vor allem mit Kindergärten und Grundschulen, aber auch mit weiterführenden Schulen und unterschiedlichen Chören und Orchestern.
Verwaltungsleiterin Feller ging im Ausschuss auf die Berichterstattung zu einem möglichen Umzug ins Bahnhofsgebäude ein. Die symbolische Miete würde dann künftig sogar niedriger ausfallen als jetzt, erklärte sie. 2025 war für die Musikschule für den Kreis Gütersloh das erste Jahr mit einem einheitlichen Kollegium: Dank der Erhöhung des Zuschusses durch den Kreis Gütersloh kann die Musikschule inzwischen ausschließlich festangestellte Musikschullehrkräfte beschäftigen. Nach dem sogenannten Herrenberg-Urteil drohten bei einer Weiterbeschäftigung von freien Lehrkräften hohe Nachzahlungen an Sozialversicherungsbeiträgen. Der Kreis Gütersloh, die Stadt Gütersloh und die Musikschule haben dafür einen neuen Kontrakt unterzeichnet. Die Stadt Gütersloh unterstützt die Musikschule, indem sie Räumlichkeiten mietfrei beziehungsweise gegen eine symbolische Miete zur Verfügung stellt. Der neue Kontrakt sieht erstmals auch eine Spitzabrechnung vor. Zuschüsse des Kreises, die im Geschäftsjahr nicht benötigt worden sind, werden im übernächsten Geschäftsjahr vom Zuschuss des Kreises abgezogen. So zahlt der Kreis im nächsten Jahr 49.705 Euro weniger als ursprünglich kalkuliert.
In 2025 schaffte es die Musikschule auf eine weitere Schulgelderhöhung zu verzichten – 2024 hatte die zehn Prozent betragen, 2026 drei Prozent. Die prozentualen Erhöhungen lagen damit zuletzt höher als der dynamisierte Kreiszuschuss (jährlich 2,5 Prozent). In 2025 betrug der Zuschuss des Kreises Gütersloh an den Einnahmen 47,39 Prozent, das Schulgeld 42,30 Prozent. 96 Beschäftigte hatte die Musikschule 2025, unter ihnen zehn Verwaltungskräfte. 85 Musikschullehrerinnen und -lehrer unterrichteten rund 4.200 Schülerinnen und -schüler – die in den Kitas und Schulen nicht mitgerechnet.
Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)







