28. März 2025 / Kreis Gütersloh

Vakante Stellen in der Abteilung Gesundheit

Gütersloh. Im Gesundheitsausschuss am Mittwoch, 26. März, stellte Dr. Anna Malchus, Leiterin der Abteilung Gesundheit,...

von Isabelle Gruschke

Gütersloh. Im Gesundheitsausschuss am Mittwoch, 26. März, stellte Dr. Anna Malchus, Leiterin der Abteilung Gesundheit, die vielfältigen Aufgabenbereiche ihrer Abteilung sowie die personelle Situation vor. In der Abteilung Gesundheit gibt es offene Stellen – vor allem Ärztinnen und Ärzte werden gesucht. Fünf bereits pensionierte Ärzte unterstützen das Amt. „Ich bin sehr dankbar, dass mein Team mit großem Engagement dafür sorgt, dass wir unsere Aufgaben trotz der personellen Engpässe bewältigen können“, betonte Malchus.

Die Abteilung Gesundheit umfasst sieben Sachgebiete, in denen derzeit 104 Mitarbeitende tätig sind. Eines davon ist der amtsärztliche Dienst. Zu den Aufgaben zählen amtsärztliche Gutachten, Impfberatungen und Leichenschauen – Tätigkeiten, die ausschließlich von Ärztinnen oder Ärzten übernommen werden dürfen. Unterstützt werden sie von medizinischen Fachangestellten, die unter anderem Seh- und Hörtests durchführen. Auch die Lebensmittelbelehrungen nach Infektionsschutzgesetz gehören zu den Aufgaben im amtsärztlichen Dienst – jährlich gibt es mehr als 10.000 Teilnehmer, etwa ein Drittel nutzt das online-Angebot.

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst ist das größte Sachgebiet der Abteilung. Hier finden jährlich rund 4.000 Schuleingangsuntersuchungen statt. Hinzu kommen kinderärztliche Untersuchungen im Rahmen der Komplexleistung Frühförderung sowie amtsärztliche Begutachtungen. Zusätzlich wird eine Entwicklungssprechstunde von einer Kinderpsychologin angeboten. Zum Sachgebiet gehört ebenso der zahnärztliche Dienst, der die zahnärztlichen Reihenuntersuchungen in Schulen und Kitas durchführt. Zu letzterem berichtete Matthias Urbanowicz vom zahnärztlichen Dienst den Ausschussmitgliedern. Er und sein Team haben im vergangenen Jahr rund 13.000 Kinder zahnärztlich untersucht. Eine auffällige Entwicklung, die nicht nur den Kreis Gütersloh betrifft, sondern bundesweit beobachtet wird: Viele Kinder knirschen mit den Zähnen. Handle es sich um eine vorrübergehende Marotte, sei dies unbedenklich. Doch wenn das Zähneknirschen zur Gewohnheit wird, kann es langfristig erhebliche Schäden an den Zähnen verursachen.

Das Sachgebiet Infektionsschutz und Hygiene hat spätestens seit der Corona-Pandemie an öffentlicher Sichtbarkeit gewonnen. Hier werden meldepflichtige Erkrankungen registriert, Infektionsketten nachverfolgt und unterbrochen. Hinzu kommen Beratungen zu sexuell übertragbaren Krankheiten sowie Hygienekontrollen in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schwimmbädern oder Tattoostudios.

Das Team des sozialpsychiatrischen Dienstes berät beispielsweise Hilfesuchende und Angehörige, übernimmt Kriseninterventionen und begleitet Nachsorgeprozesse nach stationären Behandlungen.

Im Sachgebiet Trinkwasser und Umwelt stehen unter anderem die Kontrollen der Hausbrunnen im Kreisgebiet an. Dazu gab Sachgebietsleiterin Dr. Elisabeth Apel einen aktuellen Stand: Im Kreis Gütersloh gibt es rund 10.460 private Hausbrunnen – sie machen 10 Prozent der regionalen Trinkwasserversorgung aus.

Das Sachgebiet Gesundheitsförderung und Digitalisierung kümmert sich unter anderem um die Gesundheitsberichterstattung sowie die Weiterentwicklung digitaler Prozesse. Auch die Sucht- und Psychiatriekoordination und die BIGS (Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontaktstelle) sind hier angesiedelt. Die Verwaltung übernimmt eine Querschnittsaufgabe für alle abteilungsinternen Themen wie beispielsweise Personal, Haushalt und Ausschussarbeiten sowie die Medizinalaufsicht.

Die Aufgaben in der Abteilung sind nicht nur vielfältig, sondern gesellschaftlich unverzichtbar – insbesondere mit Blick auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Gesundheitswesen. Um diese Aufgaben weiterhin in gewohntem Umfang und in hoher Qualität erfüllen zu können, sucht der Kreis gezielt Verstärkung: Mehrere ärztliche Stellen sind derzeit vakant. Bis 2028 werden voraussichtlich sechs Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand gehen. Auch in anderen Bereichen werden Fachkräfte gesucht.

Am kommenden Montag, 31. März, stellt die Personalabteilung im Kreisausschuss die neue Arbeitgebermarke vor, mit der sich der Kreis Gütersloh als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Auch für die Abteilung Gesundheit könnten sich dadurch neue Perspektiven eröffnen, um qualifiziertes Personal zu gewinnen.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)

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