13. August 2026 / Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

50 Jahre Elektro Daniel: Mit Elan auf Wachstumskurs

Mit 25 Jahren machte sich Elektromeister Antonius Daniel 1976 in Mastholte selbstständig. 50 Jahre später beschäftigt...

von Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Mit 25 Jahren machte sich Elektromeister Antonius Daniel 1976 in Mastholte selbstständig. 50 Jahre später beschäftigt die Elektro Daniel GmbH rund 40 Mitarbeitende, bildet kontinuierlich eigenen Nachwuchs aus und übernimmt mit ihrer Elektro- und Automatisierungstechnik Aufträge in ganz Deutschland. Zum Betriebsjubiläum besuchten Kreishandwerksmeister Georg Effertz und Thomas Bosmann, Obermeister der Elektro-Innung Gütersloh, den Innungsbetrieb in Rietberg-Mastholte und überreichten die Jubiläumsplakette von Innung und Kreishandwerkerschaft.

Beide zeigten sich beeindruckt davon, wie sich das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat. Aus dem klassischen Elektrobetrieb, den Antonius Daniel 1976 gemeinsam mit seiner Frau Angelika aufbaute, ist ein Unternehmen mit zwei starken Geschäftsfeldern geworden. Neben der Elektrotechnik setzte der Betrieb bereits früh auf Automatisierungstechnik. Heute gehören neben privaten vor allem gewerbliche Kunden zum Kundenstamm, darunter Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Möbelindustrie.

Erfolgreicher Schritt in die nächste Größenordnung

Seit 2007 arbeitet Sebastian Daniel im Familienunternehmen, 2016 stieg er in die Geschäftsführung ein. Seitdem ist das Team von damals fünfzehn auf heute rund 40 Mitarbeitende gewachsen. Gemeinsam mit seiner Frau Letta Siebert-Daniel, die im Unternehmen unter anderem die Bereiche Personal, Finanzen, Marketing und Ausbildung verantwortet, entwickelte Sebastian Daniel den Betrieb in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter.

„Es ist toll zu sehen, mit welchem Elan hier der Wechsel zur jungen Generation gelungen ist“, sagte Obermeister Thomas Bosmann. Kreishandwerksmeister Georg Effertz hob hervor, dass mit einem solchen Wachstum auch neue Anforderungen an einen Betrieb verbunden seien. „Viele Handwerksbetriebe wachsen irgendwann in eine Größenordnung hinein, in der neue Strukturen nötig werden. Diesen Schritt zu gehen, ist nicht selbstverständlich. Bei Elektro Daniel ist das sehr gut gelungen – mit einem starken Team, klaren Verantwortlichkeiten und viel unternehmerischem Gespür.“

Erfahrung trifft auf neue Ideen

Dass Mitarbeiterbindung dabei nicht erst seit Kurzem eine Rolle spielt, zeigt auch ein besonderes Beispiel: Der dienstälteste Mitarbeiter ist bereits vor 44 Jahren ins Unternehmen eingestiegen. Ein weiterer Mitarbeiter ist bereits seit 43 Jahren an Bord.

Elektro Daniel setzt bewusst auf die Zusammenarbeit verschiedener Generationen. Erfahrene Fachkräfte arbeiten gemeinsam mit jungen Kolleginnen und Kollegen in Teams. So bleibt langjähriges Wissen im Betrieb und trifft zugleich auf neue technische Möglichkeiten. „Die einen kennen sich in der Automatisierung noch mit den alten Programmiersprachen aus, die Jüngeren wissen, wie sie künftig künstliche Intelligenz einsetzen können. So profitieren sie voneinander“, erklärte Letta Siebert-Daniel.

Die gezielte Förderung und Bindung von Mitarbeitenden gehört seit Jahren zur Unternehmensstrategie. Beim kreisweiten Wettbewerb „Mitarbeitende.gewinnen“ erreichte Elektro Daniel den zweiten Platz. Dabei setzt der Betrieb unter anderem auf Arbeitsmodelle, die möglichst individuell zur jeweiligen Lebenssituation der Beschäftigten passen.

Wachstum aus den eigenen Reihen

Ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Unternehmens ist die Ausbildung. Aktuell beschäftigt Elektro Daniel sechs Auszubildende. Im Durchschnitt beginnen jedes Jahr zwei bis drei junge Menschen ihre Ausbildung im Betrieb. Viele von ihnen bleiben anschließend als Fachkräfte im Unternehmen. Ein erheblicher Teil des Mitarbeiterwachstums der vergangenen Jahre stammt damit aus dem eigenen Nachwuchs.

Dabei legt der Betrieb Wert darauf, die Auszubildenden von Beginn an intensiv zu begleiten. An einer eigenen Ausbildungswand können sie zunächst wichtige Grundlagen lernen und erste praktische Erfahrungen sammeln, bevor es auf die Baustelle geht. Dort werden unter anderem Materialkunde, Werkzeuge und typische Arbeitsschritte vermittelt.

Hinzu kommt ein Patenschaftsprogramm: Auszubildende aus dem dritten Lehrjahr begleiten die neuen Kolleginnen und Kollegen aus dem ersten Ausbildungsjahr und geben ihre Erfahrungen weiter. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Immer wieder schließen Nachwuchskräfte ihre Ausbildung mit außergewöhnlich guten Ergebnissen ab.

Einige der Auszubildenden sind zudem als Ausbildungsbotschafter unterwegs und besuchen Schulen, um Jugendlichen aus erster Hand von ihrer Ausbildung und den beruflichen Möglichkeiten im Handwerk zu berichten.

Elektrotechnik und Automatisierung aus einer Hand

Neben der klassischen Elektrotechnik entwickelte Elektro Daniel schon früh die Automatisierungstechnik zu einem zweiten starken Standbein. Heute übernimmt das Unternehmen bundesweit Aufträge und begleitet seine Kunden entlang des gesamten Prozesses – von der Konstruktion über den Schaltschrankbau und die Verkabelung bis hin zur Programmierung der Maschinen.

„Viele Elektroinstallateure hören beim Anschließen der Maschine auf“, erklärte Sebastian Daniel. „Durch unsere Spezialisierung auf Automatisierungstechnik sowie die Wartung und den Service von Maschinen und Anlagen begleiten wir unsere Kunden auch darüber hinaus."

Damit richtet sich der Betrieb insbesondere an gewerbliche Kunden, beispielsweise aus dem Maschinenbau oder der Möbelindustrie, übernimmt aber auch darüber hinaus unterschiedlichste elektrotechnische Aufgaben.

Eine besondere Überraschung zum Jubiläum

Zum 50-jährigen Bestehen hatte sich Sebastian Daniel für seinen Vater eine besondere Überraschung überlegt. Er besorgte einen VW T1, der genauso aussah wie der erste Firmenwagen, mit dem Antonius Daniel in die Selbstständigkeit gestartet war.

„Wir haben ihn aus München geholt und mit unserem alten Schriftzug beklebt“, berichtete Sebastian Daniel. Die Überraschung gelang: „Mein Vater war sichtlich gerührt, als ich ihm die Schlüssel gegeben habe.“

Der historische Firmenbulli erinnert damit nicht nur an die Anfänge des Unternehmens. Er steht zugleich für 50 Jahre Entwicklung eines Innungsbetriebs, in dem Erfahrung und neue Ideen heute ganz bewusst zusammengebracht werden.

Quelle: Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld (kh-gt-bi.de.de)

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