Gütersloh, 25.06.2026. Ein Zuhause entsteht erst durch die Menschen, die in einem Haus wohnen. Zu so einem Zuhause ist mit dem Sommerfest und der damit verbundenen nachgeholten Eröffnungsfeier jetzt auch ganz offiziell die Pflege-Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann II geworden. Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ist der Alltag schon länger in der Sundernstraße 143 in Gütersloh eingezogen und füllt das Haus mit Leben.
„Wir kochen hier selbst, hier wird selbst gewaschen, hier findet richtig Alltag statt, wie das in einer Familie ist“, hob Karsten Stüber, Vorstand von DeineDiakonie beim Sommerfest und der offiziellen Eröffnung der Pflege-Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann II hervor. „Die Wohngemeinschaft ist aus Sicht von DeineDiakonie ein sehr gutes Konzept für Menschen mit Demenz. Sie ermöglicht eine verlässliche Versorgung und kann dazu beitragen, Betroffenen im Alltag Halt zu geben.“ Mit der Pflege-Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann II eröffnet DeineDiakonie ihre 21. Wohngemeinschaft.
An der Eröffnungsfeier nahmen neben den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitenden von DeineDiakonie auch Henning Matthes, Erster Beigeordneter der Stadt Gütersloh, Pfarrer Frank Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh und die Eheleute Monika Plaßmann und Peter Müller teil, die das Baugrundstück für die Wohngemeinschaft 2023 an die Diakonie übertragen hatten.
Zu Beginn sprach Pfarrer Frank Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh, ein Segensgebet mit der Bitte für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden, „dass dieses Haus ein Ort der Geborgenheit, der Sicherheit und der Gemeinschaft sei“.
Im Anschluss dankte Karsten Stüber den Eheleuten im Namen des Diakonie-Verwaltungsrates sowie der Mitarbeitenden besonders herzlich dafür, dass sie das Grundstück dem Gemeinwohl zur Verfügung gestellt haben. Verbunden gewesen sei dies mit einem klaren Wunsch der Eheleute: „Wir möchten hier bewusst ein Angebot für Menschen schaffen, die Betreuungsbedarf haben.“ Gerade bei einer Fläche dieser Größe von 1.600 Quadratmetern sei eine solche Entscheidung, „das Gemeinwohl über das Eigene zu stellen, keine Selbstverständlichkeit“, so Stüber.
Die Entscheidung, das Grundstück zu übertragen, sei mit der Haltung entstanden, dass „nicht allein entscheidend sei, was wir haben, sondern was wir mit dem tun, was wir haben“, erklärte Peter Müller die Motivation der Eheleute. „Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern mehr noch durch das, was man mit Würde zu entbehren hat.“ Gleichzeitig spielt auch die Dankbarkeit der Eheleute gegenüber der Diakonie eine entscheidende Rolle, denn die Diakonie hat die Eheleute jahrelang bei der Pflege von Monika Plaßmanns Mutter unterstützt.
Diese Haltung und Dankbarkeit der Eheleute ermöglichte bereits den Bau der Pflege-Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann I in unmittelbarer Nachbarschaft. Mit Lackhütter-Plaßmann II kommt jetzt ein weiteres neues Pflege- und Wohnangebot mit 818 Quadratmetern Nutzfläche hinzu. Die Diakonie investierte dafür rund 3,6 Millionen Euro in den Bau der Wohngemeinschaft. Geschaffen wurden dabei 18 WG-Plätze für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf sowie drei zusätzliche altersgerechte Wohnungen mit jeweils rund 50 Quadratmetern, deren Mieter:innen auf Wunsch einen Betreuungsvertrag mit der Diakonie schließen können.
Die Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann II sei auch ein klares Bekenntnis von Stadt und Kreis Gütersloh, das Konzept Wohngemeinschaft vor Ort aktiv zu fördern und sich „ein solches Angebot bewusst zu leisten“, erläutert Stüber. Henning Matthes, Erster Beigeordneter der Stadt Gütersloh, betonte hierzu die älter werdende Gesellschaft und die damit verbundenen Konsequenzen, dass die Menschen hier immer länger in der Stadt leben. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, wie es gelingen könne, ihnen ein möglichst langes selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Deswegen dankte er der Diakonie für ihr Engagement, die Initiative, „um hier tätig zu werden und eine entsprechende Wohnform zu schaffen“.
Passend zum gelebten Alltag in der Pflege-Wohngemeinschaft klang die Eröffnungsfeier in geselliger Runde aus. Karsten Stüber stand selbst am Grill und sorgte für das leibliche Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Gäste.






