18. Juni 2024 / Lokalnachrichten aus Gütersloh

Gehen, schnacken, Spaß haben – der Gehtreff

Mit guter Laune durch die Stadtteile von Gütersloh

von Sybille Hilgert, Auszug aus der gt!nfo (Ausgabe Mai 2024)

Gehen ist gesund. Bewegung an der frischen Luft tut aber nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut. Und das um so mehr, wenn man es gemeinsam mit anderen machen kann. Der Gehtreff in Avenwedde bietet dazu einmal in der Woche die Gelegenheit. 

Die Initiative entstand auf Anregung der Arbeitsgruppe SIBA (Sport im besten Alter). Der Kreissportbund Gütersloh übernimmt unter Federführung von Margret Eberl die Organisation von den Gehtreffs beispielsweise durch fachliche Begleitung und Schulung der Gehtreffpaten und Gehtreffpatinnen. 

Die Idee: Auch Ältere, die sich „Alleingänge“ nicht mehr zutrauen oder sich für weitere Wegstrecken nicht fit genug fühlen, sollen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine gebracht werden. Deshalb begleiten seit Beginn des Projekts im Jahr 2020 geschulte und erfahrene Gehtreffpaten und -patinnen die Gruppen-Teilnehmenden auf ihren Spaziergängen. Das gibt Sicherheit und motiviert. 

Sicherheit und Motivation
Einer dieser Gehtreffpaten ist Wolfgang Fischer. Er engagiert sich beim Gehtreff Avenwedde, und es ist ein Herzensprojekt, wie man im Gespräch merkt. Wolfgang Fischer teilt sich die Geh-Patenschaft mit seiner Co-Patin Bärbel Faber. Sie wechseln sich jede Woche ab, und er freut sich, wenn er auch einfach mal „nur“ mitgehen kann.

Die Gehtreffs finden einmal pro Woche statt. Ein Gehtreffpate organisiert und plant den einstündigen Spaziergang. Die Strecken sind zwischen zwei und dreieinhalb Kilometer lang. Vom Treffpunkt in Avenwedde-Mitte geht es dann durch den Stadtteil – und das manchmal auch auf Wegen, die auch alteingesessene Einwohnerinnen und Einwohner nicht kennen. 

Einfach mit guter Laune vorbeikommen
»Wir gehen bei jedem Wetter«, sagt Fischer. Wenn es in Strömen regnet, kann es sein, dass nur drei Teilnehmer dabei sind. Im Durchschnitt gehen 15 Spaziergängerinnen und Spaziergänger mit. Die meisten sind im Rentenalter, aber gut zu Fuß. Auf diejenigen, die nicht ganz so fit sind, wird natürlich Rücksicht genommen. 

Gehen zur Demenzvorbeugung
Der soziale Aspekt spielt beim Gehtreff eine große Rolle. Als die Initiative mitten in der Pandemie startete, waren viele glücklich, auf diesem Weg aus der Isolation herauszukommen. »Wir waren froh, dass wir vor Corona bereits die Anfänge gemacht hatten«, so Heidi Ostmeier, Seniorenbeauftragte der Stadt Gütersloh. Dabei habe man neben dem Sozialen auch den Gesundheitsaspekt im Auge gehabt. »Es gibt viele Studien, die belegen, dass diese eine Stunde Gehen am Stück auch der Demenzvorbeugung dienen kann«, sagt Heidi Ostmeier. 

Margret Eberl vom Kreissportbund ergänzt: »Das Schöne am Gehen ist, es ist gesund! Regelmäßiges Zufußgehen bringt nennenswerte gesundheitliche Vorteile, zum Beispiel für das Herz-Kreislauf-System.« Es sei auch sehr schön zu sehen, wie viele Freundschaften aus diesen Gehtreffs entstanden sind. 

Die Gehtreffs gibt es mittlerweile in sieben Stadtteilen. Dabei habe jede Gruppe ihre eigenen Charakteristika, berichtet die Seniorenbeauftragte. Bei einem Gehtreff sei zum Beispiel ein Hobby-Ornithologe dabei, der Vogelstimmen erkennen könne und mit seinen Kenntnissen die Spaziergänge bereichert. Mittlerweile gibt es in Avenwedde für diejenigen, die sich länger als eine Stunde betätigen wollen, auch einen Gehtreff XL. 

Der Seniorentreff Avenwedde-Mitte mit seinem Gehtreff wurde bereits von der CDU Avenwedde-Friedrichsdorf mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Das hat Wolfgang Fischer gefreut, aber er hebt hervor: »Die größte Ehre ist es, wenn viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer da und alle glücklich und zufrieden sind.« 

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Bildunterzeile:
Heide Ostmeier, Seniorenbeauftragte der Stadt Gütersloh, und Gehtreffpate Wolfgang Fischer.

Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um das Ehrenamt :

  • Elke Pauly-Teismann, Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Gütersloh
    • Telefon 05241 / 823197
    • E-Mail: elke.pauly-teismann@guetersloh.de

Ansprechpartnerin für die Anliegen älterer Menschen:

  • Heidi Ostmeier, Seniorenbeauftragte der Stadt Gütersloh
    • Telefon 05241 822156
    • E-Mail: Heidi.ostmeier@guetersloh.de

Ansprechpartner für den Gehtreff: 

  • Kreissportbund - Telefon: 05241 851446
  • Stadt Gütersloh - Telefon: 05241 / 822156

→ Auszug aus der gt!nfo (Ausgabe Mai 2024)

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Kanadischer Schauspieler Donald Sutherland gestorben
Allgemeines

Ob «Tribute von Panem», «Das dreckige Dutzend» oder «M.A.S.H»: Donald Sutherland brillierte jahrzehntelang in den verschiedensten Rollen. Jetzt ist der Schauspieler im Alter von 88 Jahren gestorben.

weiterlesen...
2. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Polizei Bielefeld: MK Düppel in Gütersloh
Polizeimeldung

Kriminalität 2. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Polizei Bielefeld: MK Düppel in...

weiterlesen...
Endspurt beim Bau der ersten vier neuen Schulgebäude
Stadt Gütersloh

Zukunftsfähige Schulen Gütersloh: Projekt schafft insgesamt zwölf Erweiterungsbauten.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Vermisster 13-jähriger Gütersloher wieder da!
Polizeimeldung

Kriminalität Vermisster 13-jähriger Gütersloher wieder da! Die Fahndung nach dem vermissten 13-jährigen...

weiterlesen...
Ladies & Gangsters: It’s Blues Time
Stadt Gütersloh

B. B & The Blues Shacks zu Gast beim Gütersloher Sommer am Sonntag, 21. Juli.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Subkultur in kommunaler Trägerschaft
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Exklusiv-Interview mit Weberei-Chef Steffen Böning

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner