Fotos: Land NRW / Ralph Sondermann
Warmes Licht, ein festlicher Saal, 25 Menschen mit einer Gemeinsamkeit: Sie haben nicht weggeschaut. Am Montagabend hat Ministerpräsident Hendrik Wüst im Düsseldorfer Maxhaus die Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Zu den 25 Geehrten dieser Feierstunde zählten drei Rheda-Wiedenbrücker, die vor drei Jahren gemeinsam ein Leben retteten. Wir waren live dabei, als ihr großer Moment kam.
Für ihren Einsatz erhielten Ewald Martinschledde und Markus Nowara die Rettungsmedaille. Silke Wagener, die die Rettung tatkräftig unterstützte, wurde mit einer Öffentlichen Belobigung geehrt.
Wüst: „Sie sind Vorbilder für uns alle"
Entschlossenes Handeln Einzelner könne Leben retten, betonte der Ministerpräsident bei der Verleihung. Die Ausgezeichneten hätten in einem entscheidenden Moment hingesehen und Verantwortung übernommen. Ihr Mut stehe beispielhaft für die Zivilcourage, die eine Gesellschaft zusammenhält. „Sie sind Vorbilder für uns alle", sagte Wüst.
Rückblick: der Morgen, der alles veränderte
Der 23. Juni 2023, kurz nach halb elf. Über Rheda-Wiedenbrück steigt eine dunkle Rauchsäule auf, der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte brennt. Ewald Martinschledde, Polizeihauptkommissar und an diesem Tag außer Dienst, ist mit dem Rad unterwegs. Er sieht den Rauch und fährt sofort hin. Fast zeitgleich eilen Markus Nowara, der in der Nachbarschaft arbeitet, und Autofahrerin Silke Wagener zum Haus. Am Ende dieses Morgens wird eine gehörlose Frau lebend aus dem brennenden Doppelhaus gerettet. Ein Einsatz, der drei Menschen bis heute verbindet, und der jetzt in Düsseldorf seine offizielle Würdigung fand.
Eine Auszeichnung mit langer Geschichte
Die Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen wird seit 1951 verliehen. Sie würdigt Menschen, die anderen in höchster Gefahr beistehen. Seither wurden 1.435 Bürgerinnen und Bürger damit ausgezeichnet. Seit Montagabend gehören zwei weitere Namen aus Rheda-Wiedenbrück dazu. Ein Tag, auf den die ganze Doppelstadt stolz sein darf.






