18. März 2026 / Partner News

Wandern auf Sardinien

Ein Reisetagebucheintrag

von SD

Ende September konnte ich eine Wanderreise auf Sardinien erleben. Herrlich einfach war die Anreise von Düsseldorf – nonstop in knapp 2 Stunden Flug nach Olbia im Nordosten auf der Insel. Erste Eindrücke und individuelles Kennenlernen der Stadt Olbia waren ein guter Einstieg auf dieser wunderschönen italienischen Insel. Wobei sich die Sarden selbst nicht italienisch, sondern als stolze unabhängige „Sarden“ fühlen.

Von Olbia aus starten wir mit einer organisierten Gruppe, um die Insel „rundherum“ kennenzulernen. Los geht es nach Porto Cervo, an der azurblauen Costa Smeralda. Wirklich sehr beeindruckend, dieses schöne Urlaubsparadies am Meer. Weiter fahren wir Richtung Nordküste. Hier unterbrechen wir die Fahrt für eine Wanderung durch die Granitberge der Gallura. Auf dem weiteren Weg entlang der Nordküste, mit Blick auf Korsika und die Artischockenfelder, erreichen wir den Elefantenfelsen in Castelsardo.  

Unser Ziel heute ist die Stadt Alghero im Nordwesten Sardiniens. Hier wohnen wir für 3 Nächte direkt am Meer und unternehmen täglich abwechslungsreiche Wanderungen. Einmal entlang der Steilküste am Meer, einmal auf einer Hochebene mit Blick auf unzählige Schafherden, die edlen Spender für den leckeren Pecorino-Käse.

Ein außergewöhnliches Monument ist die Nuraghe in Santu Antine – bautechnisch so wenig nachvollziehbar wie die Pyramiden. Genauso wie die „Zebra Kirche“ auf unserem Weg. Weiter Richtung Süden gibt es unterwegs zahllose Sehenswürdigkeiten und Wandermöglichkeiten. Durch Korkeichenwälder, zum Brunnenheiligtum Santa Christina (1500 v. Christus gebaut), bis wir, vorbei an Flamingo Schwärmen in seichten Salzseen, ganz im Süden Pula erreichen. 

Auch von hier aus wandern wir. Unter anderem durch die duftende Macchia an der fast unverbauten Südküste. Wieder vorbei an den Flamingos verbringen wir einen ganzen Tag in Cagliari. Hier erklimmen wir den Altstadtfelsen, besuchen den Dom und lassen uns in entspannter Atmosphäre durch die Stadt treiben. Nach drei Tagen volles Programm machen wir uns auf den Weg Richtung Norden. Wir fahren bis auf ca. 1200 m hoch. In der „Giara di Gesturi“ wandern wir auf dem Hochplateau, vorbei an sardischen Wildpferden. Bei einer organisierte Picknickpause, inklusive sardischem Myrthenlikör, können wir uns für den weiteren Weg stärken.

Am Abend erreichen wir in den Bergen die kleine Stadt Aritzo. Am nächsten Tag wandern wir durch die Steineichenwälder in den „Dolomiten Sardinien“ hinauf zur höchsten Bergspitze Sardiniens. Eine anstrengende, aber schöne Wanderung, bei der wir am Ziel mit einem grandiosen Blick belohnt werden. Auf dem weiteren Weg nach Norden besuchen wir noch Orgosolo, eine Stadt mit ganz vielen „Graffiti“ alias Murales an den Hauswänden. Damit haben die Hirten und Einwohner Ihre oppositionelle Haltung gegen den Staat zum Ausdruck gebracht. Richtung Norden, wieder zurück am Meer fahren wir mit dem Boot entlang der ausgehölten Steilküste zur Cala Luna und lassen uns langsam in den Entspannungsmodus gleiten. 

Weitere Infos zu weiteren Wanderreisen findet ihr hier.

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