6. August 2026 / Stadt Gütersloh

Abkochgebot aufgehoben

Trinkwasser im betroffenen Gütersloher Gebiet kann wieder uneingeschränkt verwendet werden.

Veröffentlicht am 6. August 2026 um 14:16 Uhr von Stadt Gütersloh

Das Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh hat an diesem Donnerstag, 6. August, das angeordnete Abkochgebot für Trinkwasser mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das Trinkwasser kann in dem betroffenen Gebiet zwischen Hülsbrockstraße (im Norden), Stadtring Nordhorn (im Westen), Carl-Bertelsmann-Straße (im Süden) und Umspannwerk Avenwedde / Efeuweg (im Osten) wieder uneingeschränkt verwendet werden. 

Intensive Beprobung zeigt unauffällige Werte
„Unsere engmaschigen Probenahmen haben in den vergangenen Tagen keine Auffälligkeiten mehr gezeigt“, heißt es von den Stadtwerken Gütersloh. Eine Belastung des Trinkwassers mit coliformen Keimen ist in dem betroffenen Gebiet damit nicht mehr gegeben. 

Schon in den vergangenen Tagen hatte sich diese gute Entwicklung bei den Probenahme-Ergebnissen abgezeichnet. Doch bis das Abkochgebot durch das Gesundheitsamt aufgehoben werden konnte, musste zunächst eine Reihe von Proben an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen unauffällig sein. Auch nach Beendigung der Chlorung konnten in den Analysen bisher keine Auffälligkeiten mehr festgestellt werden. 

„Wir wissen, dass die Situation der vergangenen Tage mit erheblichen Einschränkungen im Alltag der Menschen im betroffenen Gebiet verbunden war“, so die Stadtwerke und versichern: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen zwei Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet, dass das Trinkwasser wieder in gewohnter Qualität an die Haushalte geliefert werden kann.“ Mit Erfolg. Schließlich waren die Stadtwerke in der vergangenen Woche noch davon ausgegangen, dass das Abkochgebot länger bestehen bleiben könnte. Nun können sie den betroffenen Anwohnern früher als erwartet die guten Nachrichten mitteilen. Ob Lebensmittelzubereitung, duschen oder Wäsche waschen: Das Trinkwasser kann ab sofort wieder bedenkenlos verwendet werden.

Ursache nicht eindeutig geklärt
Nach Bekanntwerden der Verkeimung hatten die Stadtwerke umgehend Maßnahmen zur Beseitigung der Keimbelastung ergriffen. Das Spülen der Leitungen und die Chlorung des Trinkwassers zeigten zunehmend ihre Wirkung, die Messwerte entwickelten sich rasch rückläufig. Relativ schnell rückte eine Baumaßnahme im Trinkwassernetz in der Ottilienstraße als mögliche Ursache in den Fokus der Stadtwerke. Aber auch äußere Einflüsse – wie beispielsweise eine Baumwurzel, die eine Trinkwasserleitung beschädigt haben könnte oder privat durchgeführte Garten- oder Bautätigkeiten – zogen die Stadtwerke in Betracht. 

Aufgrund der schnellen Umsetzung des Spülens und Chlorens ist die Ursachensuche im Leitungsnetz jedoch nahezu unmöglich geworden. Jegliche Spuren, die Aufschluss über die Herkunft der Keimbelastung geben könnten, wurden durch die Reinigungs-Maßnahmen beseitigt. Und so konnten die Stadtwerke die Ursache der Verkeimung bislang nicht mit letzter Sicherheit feststellen. „Wir werden die Trinkwasserqualität in dem Gebiet durch Beprobungen vorerst weiterhin intensiv überwachen“, heißt es vom Versorgungsunternehmen. 

Was wichtig ist
Unabhängig von der Situation, wie sie jetzt aufgrund der Keimbelastung vorgelegen hat, betonen die Stadtwerke: „Wer nach längerer Abwesenheit – etwa einem Urlaub – nach Hause zurückkehrt, sollte das Wasser immer für mindestens drei Minuten aus allen Hähnen laufen lassen, ehe es verwendet wird. Und zwar so lange, bis das Wasser gleichmäßig kühl und frisch aus dem Wasserhahn fließt.“ Das dabei ablaufende Wasser kann durchaus aufgefangen und zur Pflanzenbewässerung verwendet werden.

Wie berichtet, hatten die Stadtwerke Gütersloh vor knapp zwei Wochen in einem Teilbereich ihres Trinkwassernetzes eine Keimbelastung festgestellt. Seit dem 24. Juli galt auf Anordnung des Gesundheitsamtes des Kreises ein Abkochgebot für das betroffene Gebiet. Zur Beseitigung der Keimbelastung spülten die Stadtwerke das Leitungsnetz. Außerdem erfolgte auch eine Chlorung des Trinkwassers. Zudem wurden engmaschig an unterschiedlichen Punkten im betroffenen Bereich Wasser-Proben entnommen.

Eine vergleichbare Situation von Keimbelastung im Trinkwassernetz im Zusammenhang mit einem Abkochgebot hat es im Versorgungsgebiet der Stadtwerke seit vielen Jahren nicht gegeben.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


Bildnachweis: © siehe Bildnachweisübersicht unter https://www.guetersloh.de/de/bildnachweise.php

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