Endlich gibt es einen gemeinsamen Weg für Investor, Politik und Stadt zur Entwicklung des Marten-Areals: Am Montag, 28. September, ist das Verfahren für die zukünftige Gestaltung des rund 1,3 Hektar großen Geländes gestartet. Fünf Planungsteams aus Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung entwickeln in den kommenden Monaten Ideen für ein neues Wohnquartier mitten in Gütersloh.
Zum Auftakt haben sich die fünf Teams, die Jury, Fachleute, die Grundstückseigentümerin Asset Gruppe und die Stadt Gütersloh vor Ort getroffen. Bei einem Rundgang ging es darum, das ehemalige Gelände der Fleischwarenfabrik J. F. Marten und seine Umgebung kennenzulernen und die Aufgaben für die Planung zu besprechen.
Die Eigentümerin und die Stadt wollen die Entwicklung des wichtigen innerstädtischen Areals gemeinsam voranbringen. Gesucht wird ein Konzept, das neuen Wohnraum schafft und sich zugleich gut in die Innenstadt und die angrenzenden Quartiere einfügt. Auch Grün- und Freiflächen, der vorhandene Baumbestand, Verkehr, Klimaanpassung und die wirtschaftliche Umsetzbarkeit spielen eine wichtige Rolle. Nach dem kommunalen Baulandmanagement sollen ein Drittel der Wohnungen nach den Vorgaben des öffentlich geförderten Wohnungsbaus realisiert und auch der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.
Bürgermeister Matthias Trepper betont: „Das Marten-Areal bietet uns die große Chance, mitten in Gütersloh ein neues Stück Stadt zu entwickeln. Dabei geht es um deutlich mehr als um neue Wohnungen: Wir wollen ein Quartier schaffen, das sich gut in die Umgebung einfügt, attraktive Freiräume bietet und langfristig gut funktioniert. Dass Stadt und Eigentümerin dabei gemeinsam verschiedene Ideen prüfen, ist ein wichtiger Schritt.“
Baudezernent Albrecht Pförtner sieht in dem Verfahren eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung: „Das Marten-Areal ist ein besonderer Standort mit vielen unterschiedlichen Anforderungen. Deshalb ist es wichtig, nicht vorschnell auf eine einzelne Lösung zu setzen, sondern mehrere Ideen miteinander zu vergleichen und weiterzuentwickeln. So können wir gemeinsam mit der Eigentümerin herausarbeiten, wie an diesem zentralen Ort ein gutes und zugleich realisierbares Quartier entstehen kann.“
Geschäftsführer der Asset Gruppe David Severins freut sich darüber, nun eine gemeinsame Zielrichtung für die Entwicklung des Marten-Areals gefunden zu haben: „Die Stadt und uns als Investor eint das Ziel, das Marten-Areal nach Jahren des Stillstandes in eine sinnvolle Nachnutzung zu bringen. Gemeinsam arbeiten wir daran, möglichst viel neuen Wohnraum zu schaffen.“
An dem Verfahren beteiligen sich die Planungsteams 3Pass aus Köln mit RMPSLA aus Bonn/Köln, GJL+ Freie Architekten aus Karlsruhe/Gütersloh mit Bäuerle Landschaftsarchitektur aus Stuttgart, Hauer + Partner Architekten mbB mit morbach.wermeyer.Landschaftsarchitekten PartGmbB, Sassenberg, Lorber Paul aus Köln mit studio grüngrau aus Düsseldorf sowie Schmitz Architekten aus Köln mit GROW Landschaftsarchitektur aus Köln.
Die Mehrfachbeauftragung wird durch das Düsseldorfer Büro Faltin+Sattler betreut und läuft in zwei Phasen. Beim zweiten Dialog am 30. November 2026 stellen die Teams ihre ersten Entwürfe vor. Die Ergebnisse sollen an diesem Abend ab 18 Uhr auch öffentlich präsentiert werden. Bürgerinnen und Bürger können sich dann über die unterschiedlichen Ideen informieren und Hinweise geben. Anschließend werden ausgewählte Konzepte weiter ausgearbeitet. Die abschließende Juryentscheidung und eine weitere öffentliche Präsentation sind für den 9. März 2027 vorgesehen.
Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)
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