2. Dezember 2025 / Stadt Gütersloh

Erste Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI)

Neuer Name und neue Vorsitzende für den ehemaligen Integrationsrat der Stadt Gütersloh - Seref Cetin wurde nach 30...

Veröffentlicht am 2. Dezember 2025 um 17:05 Uhr von Stadt Gütersloh

Am Donnerstag, 27. November, hat der Integrationsrat zum ersten Mal unter neuem Namen getagt. Durch einen Beschluss der NRW-Landesregierung heißt das Gremium seit November Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI).

Für Seref Cetin ist es keine gewöhnliche Ausschusssitzung – obwohl er schon über 1000 mitgemacht hat. Seit 30 Jahren sitzt er im Integrationsrat der Stadt. 1995 hieß dieser noch Ausländerbeirat. „Seitdem hat sich viel verändert“, sagt Cetin.

Er lebt seit 1972 in Gütersloh. Mit 13 Jahren kam er mit seinem Vater nach Deutschland. Cetin wurde direkt eingeschult, übersetzte bereits nach zwei Monaten für seinen Vater. Auch während seiner späteren Arbeit in einer Schraubenfabrik übersetzte er für seine zwölf türkischen Kollegen. Gute Integration, so Cetin, sei keine Einbahnstraße. „Ich muss mich integrieren wollen, aber die anderen müssen einen auch aufnehmen und sich öffnen“, sagt Cetin.

Während seiner Zeit im Integrationsrat setzte er sich für die Christlich-Islamische Verständigung ein, rief die Dialoggruppe mit der evangelischen Kirche ins Leben. Dass Muslime ein Gräberfeld auf dem Johannesfriedhof bekommen, ist ebenfalls sein Verdienst.

„Genau darum geht es“, betont Güterslohs Integrationsbeauftragter Frank Mertens. Er sagt: „Der ACI ist für Gütersloh von Bedeutung, weil er die politische Teilhabe ermöglicht und Zusammenhalt fördert.“ Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration setzt sich aus zehn gewählten Mitgliedern unterschiedlicher Migrationsgeschichte zusammen. Zusätzlich sitzen fünf Vertreterinnen und Vertreter aus dem Rat im Ausschuss. Zu den wesentlichen Themen des Gremiums gehören die Antidiskriminierungsarbeit, Verbesserung der Schulerfolge von Kindern mit Migrationshintergrund, interkulturelle Öffnung der Verwaltung und die Förderung natürlicher Mehrsprachigkeit.

In der ersten Sitzung des ACI wurden neue Vorsitzende gewählt. Magdalena Altuntas ist die neue erste Vorsitzende. Ihre erste Stellvertreterin ist Stefanie Celik, Pinar Sarikan wurde zur zweiten Stellvertreterin gewählt.

Im Vergleich zu damals sei Integration leichter geworden, resümiert Cetin. Integrationskurse würden bezahlt, Bildungsangebote seien online abrufbar und Verwaltung und Politik seien inzwischen mehr bemüht. Ein besonderes Lob gibt Cetin Alt-Bürgermeisterin Maria Unger. Cetin: „Sie war in jeder Sitzung anwesend, ihr lag der Integrationsrat am Herzen. Eine tolle Frau.“ Bürgermeister Matthias Trepper will dem folgen und sagt: „Der ACI ist Chefsache. Ich werde versuchen, bei jeder Sitzung dabei zu sein.“

Zum Abschied von Cetin gab es einen Strauß Blumen und eine Tüte mit Aufmerksamkeiten aus der Stadt Gütersloh. Auch Ingrid Hollenhorst wurde für ihre 20 Jahre Mitgliedschaft geehrt und verabschiedet. Serif Cetin gibt seinem Nachfolger Yasin Capaci schmunzelnd einen Tipp: „Er soll genau so fleißig sein wie ich.“

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


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