20. November 2025 / Stadt Gütersloh

Gewalt ist kein privates Problem

Kreisweite Brötchentüten-Aktion.

Veröffentlicht am 20. November 2025 um 14:31 Uhr von Stadt Gütersloh

Gewalt geschieht Frauen und Männern aller Nationalitäten, in allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Frauen sind häufiger von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen, daher stehen sie am 25. November – am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – im Mittelpunkt. Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Gütersloh – darunter auch die der Stadt Gütersloh, Inge Trame – und der Soroptimist International Club Gütersloh machen mit ihrer fünften Brötchentüten-Aktion auf das bundesweite Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen und Beratungsmöglichkeiten vor Ort aufmerksam. Ab dem kommenden Wochenende werden die Brötchentüten mit der Aufschrift ‚Gewalt kommt nicht in die Tüte!‘ in vielen Bäckereien im gesamten Kreis Gütersloh verteilt.

„Gewalt ist kein privates Problem – es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die eines gro-ßen Unterstützungsnetzwerkes und Öffentlichkeitsarbeit bedarf“, erklärt Andrea Buhl, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rietberg. „Mit den 116.000 Tüten kann wieder etwa ein Drittel der Bevölkerung des Kreises Gütersloh auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht und über Beratungsmöglichkeiten informiert werden.“ Angela Wüllner, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Gütersloh, ergänzt: „Die Beratungsstellen sind bei körperlicher, sexualisierter Gewalt ebenso wie bei psychischer Gewalt, wie emotionalem Druck, Kontrolle, Stalking, Manipulation oder Beleidigungen die richtigen Ansprechpartner für Betroffene und Menschen aus ihrem Umfeld.“

Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen finden landesweit Aktionswochen statt, die vom Land NRW finanziell unterstützten werden. Im Kreis Gütersloh werden neben der Brötchentüten-Aktion verschiedene Selbstbehauptungskurse für Mädchen und Frauen angeboten. Am Dienstag, 25. November, findet außerdem die Online-Lesung ‚Wut und Böse‘ mit der Autorin Ciani-Sophia Hoeder statt. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten: www.pia-online.eu. Weitere Informationen und Anlaufstellen für alle Betroffenen von Gewalt gibt es auf dem Opferschutzportal Nordrhein-Westfalen (www.opferschutzportal.nrw).

Im Kreis Gütersloh setzen sich seit vielen Jahren verschiedene Netzwerke für Frauen ein, die von Gewalt betroffen sind. Dazu gehören der runde Tisch gegen häusliche Gewalt, die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten und der Club Soroptimist International Gruppe Gütersloh sowie Einrichtungen wie die Frauenberatungsstelle und das Frauen- und Kinderschutzhaus. Gespannt schauen sie darauf, wie die Landesregierung den Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder umsetzt. Da es ab dem 1. Januar 2032 ein Gewalthilfegesetz gibt. Die im Gewaltschutz aktiven Institutionen hoffen, dass eine schnelle Umsetzung möglichst zeitnah zu einem flächendeckenden und rechtssicheren Ausbau der notwendigen Strukturen führt.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


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