Die internationale Zusammenarbeit der C-City-Partnerstädte geht mit neuen Ideen und Projekten in die nächste Runde: Bei der fünften C-City-Konferenz Anfang Juni in der britischen Partnerstadt Broxtowe haben die Delegationen aus den beteiligten Städten die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die nächste Konferenz 2027 in Gütersloh stattfinden wird.
Die Stadt Gütersloh war mit einer Delegation aus Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie engagierten Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft vor Ort vertreten. Begleitet wurde die Teilnahme von Projektkoordinatorin Kira Schäfer, die die C-City-Aktivitäten in Gütersloh organisiert und die Zusammenarbeit innerhalb des internationalen Netzwerks koordiniert. Gemeinsam mit den Delegationen aus den weiteren Partnerstädten blickten die Teilnehmenden auf die Entwicklung des Netzwerks seit seiner Gründung im Jahr 2022 zurück. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Projekte, Erfahrungen aus der internationalen Zusammenarbeit und die Frage, wie Urban Diplomacy künftig weiter gestärkt werden kann.
Einen besonderen Moment erlebte die Konferenz mit der Verabschiedung von Andreas Kimpel. Der ehemalige Kulturdezernent der Stadt Gütersloh zählt zu den wichtigsten Initiatoren des C-City-Netzwerks und hat dessen Aufbau maßgeblich geprägt. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde er offiziell in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Abschiedsrede blickte er auf die Entstehung und Entwicklung des Netzwerks zurück und übergab den Vorsitz. Bis zur nächsten Konferenz übernimmt Güterslohs Erster Beigeordneter Henning Matthes diese Aufgabe.
Neben dem Rückblick stand vor allem die Zukunft im Fokus. In verschiedenen Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmenden neue Ideen und konkretisierten bestehende Vorhaben. Ein Beispiel dafür ist das internationale Artist-in-Residence-Programm. Es ermöglicht Künstlerinnen und Künstlern mehrwöchige Aufenthalte in den Partnerstädten und fördert den kulturellen Austausch. Im September wird die schwedische Künstlerin Elina Birkheide für einen Monat im Künstlerhaus Dauntown in Borgholzhausen arbeiten. Zum Jahresende reist der Gütersloher Künstler Yasin Wörheide für einen vierwöchigen Aufenthalt in die polnische Partnerstadt Grudziądz.
Darüber hinaus wurden weitere gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht. Geplant sind unter anderem ein internationales Chorprojekt, ein Online-Poetry-Slam sowie eine Sportolympiade, die Menschen aus allen beteiligten Städten miteinander in Kontakt bringen sollen.
Auch junge Menschen gestalteten die Konferenz aktiv mit. Für Gütersloh nahmen Diana Gergova und Umut Cem Onuk vom Jugendparlament teil. Gemeinsam mit weiteren jungen Delegierten aus den Partnerstädten entwickelten sie erste Ideen für eine eigene internationale Jugendparlamentskonferenz. Diese soll erstmals parallel zur regulären C-City-Konferenz stattfinden und jungen Menschen eine zusätzliche Plattform für den internationalen Austausch bieten.
Mit dem Treffen in Broxtowe wurde zugleich ein besonderer Meilenstein erreicht. Erstmals war die jährliche Konferenz inzwischen in allen beteiligten C-City-Städten zu Gast. Wenn die Delegationen 2027 nach Gütersloh kommen, beginnt dieser Zyklus erneut. Die Vorbereitungen für die Gastgeberrolle laufen bereits an. Die Projektkoordination C-City verantwortet die Organisation der Konferenz und wird durch die Fachbereiche Sport, Kultur und Jugend, das Jugendparlament, die VHS sowie weitere Partnerinnen und Partner aus der Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft unterstützt. Für Bürgerinnen und Bürger ist gegen Ende dieses Jahres außerdem ein öffentlicher Informationsabend geplant, bei dem erste Einblicke in die Vorbereitungen und Möglichkeiten zur Beteiligung vorgestellt werden.
Die Ergebnisse der Konferenz zeigen einmal mehr, wie lebendig Urban Diplomacy im Rahmen des C-City-Netzwerks gelebt wird. Durch den Austausch von Ideen, die Entwicklung gemeinsamer Projekte und die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern entstehen wertvolle Verbindungen, die weit über nationale Kontexte hinausreichen.
Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)
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