Den Fuß- und Radverkehr in der Stadt zukunftsfähig gestalten – trotz knapper Kassen. Mit dieser Thematik haben sich vor kurzem Mobilitätsexpertinnen und -experten aus ganz Nordrhein-Westfalen in Gütersloh beschäftigt. Erstmals war die Stadt Gastgeber des Facharbeitskreises (FAK) der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS NRW). In der IMA tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über aktuelle Herausforderungen aus, entwickelten gemeinsam Lösungsansätze und diskutierten über die Zukunft der Nahmobilität.
Seit August 2022 gehört die Stadt Gütersloh zur AGFS NRW. Das landesweite Netzwerk unterstützt Städte und Gemeinden dabei, den Fuß- und Radverkehr zu fördern – zum Beispiel mit fachlicher Beratung, Förderprogrammen und dem Austausch mit anderen Kommunen.
„Von der Mitgliedschaft profitiert Gütersloh bereits jetzt“, betont Annika Stoppenbrink, Verkehrsplanerin der Stadt Gütersloh. „Durch die Unterstützung der AGFS konnten wir unter anderem bei Projekten in der Öffentlichkeitsarbeit, Verkehrserhebungen und der Infrastrukturplanung profitieren. Als nächstes soll eine Fahrradstraße in der Innenstadt umgesetzt werden.“, sagt Stoppenbrink.
Der Facharbeitskreis ist eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen der AGFS-Geschäftsstelle und den Mitgliedskommunen. Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen aus der Praxis ein, lernen voneinander und entwickeln gemeinsam Ideen für die Weiterentwicklung der Nahmobilität.
Ein Schwerpunkt des Treffens in Gütersloh war die Frage, wie sich die Interessen des Fuß- und Radverkehrs besser vertreten lassen. Diskutiert wurde unter anderem, wie Kommunalpolitik für das Thema gewonnen werden kann – gerade in Zeiten knapper Haushalte und kontroverser Debatten über Verkehrspolitik.
Vorgestellt wurde der integrierte Planungsansatz der Stadt Gütersloh, der Auto-, Rad- und Fußverkehrsnetze gemeinsam betrachtet, um zukünftig die gerechtere Aufteilung des Straßenraumes voranbringen zu können. Ziel ist es, Wege in der Stadt möglichst kurz und sicher zu gestalten. In dem Workshop arbeiteten die Teilnehmenden an einem Leitfaden, der Kommunen bei der Planung und Förderung des Fußverkehrs unterstützen soll.
Die Stadt Gütersloh stellte außerdem ihr Schulwegekonzept für die 17 Grundschulen vor. Präsentiert wurden verschiedene Maßnahmen, mit denen Schulwege sicherer und attraktiver werden sollen. Gleichzeitig sollen Kinder ermutigt werden, ihre Wege möglichst selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.
Zum Abschluss des Treffens erkundeten die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Spaziergang die Gütersloher Innenstadt. Dabei sprachen sie über bestehende Schwachstellen für den Fuß- und Radverkehr und mögliche Verbesserungen.
Mit der Ausrichtung des Facharbeitskreises zeigt die Stadt Gütersloh ihr Engagement für eine moderne und nachhaltige Mobilität. Der Austausch mit anderen Kommunen liefert neue Ideen und Anregungen, um den Fuß- und Radverkehr vor Ort weiter zu verbessern.
Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)
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