18. September 2026 / Stadt Gütersloh

Innenstadt kann keiner allein. Güterslohs Zentrenmanagement setzt auf gemeinsame Verantwortung

Knapp 100 interessierte Menschen nahmen an Güterslohs diesjähriger Innenstadtkonferenz teil – Team Zentrenmanagement...

Veröffentlicht am 18. September 2026 um 15:20 Uhr von Stadt Gütersloh

Wer sorgt eigentlich dafür, dass eine Innenstadt lebendig bleibt? Die Stadt? Handel und Gastronomie? Eigentümer, Vereine oder die Menschen, die sie besuchen? Bei der jüngst stattgefundenen Gütersloher Innenstadtkonferenz wurde schnell klar: Die Antwort lautet nicht entweder oder, sondern gemeinsam. Genau darum brachte das Team Zentrenmanagement unterschiedlichste Akteure im Theater Gütersloh zusammen – und zeigte dabei selbst, wie Innenstadtarbeit funktionieren kann, und zwar nahbar, direkt und im Gespräch mit den Menschen. Wie viel den Gütersloherinnen und Güterslohern ihre Innenstadt bedeutet, wurde bei der regen Teilnahme klar: Fast 100 Interessierte kamen zusammen, um die Zukunft der Innenstadt zu diskutieren.

Organisiert wurde die Konferenz vom Team Zentrenmanagement, in dem Stadtplanung, kommunale Wirtschaftsförderung conceptGT und Gütersloh Marketing (GTM) zusammenarbeiten. Unter dem Leitgedanken „Innenstadt in Bewegung bringen“ wurde aus einer klassischen Abendveranstaltung Schritt für Schritt ein offener Dialograum. Dass in Gütersloh schon heute vieles in Bewegung ist, zeigten kurze Spotlights auf der Bühne: Katharina Frenser (conceptGT) und Eugen Diner (Inhaber) machten am Beispiel der Essenza Bar sichtbar, wie aus einem Leerstand im Kaiserquartier durch gute Zusammenarbeit neue Ideen und Nutzungen entstehen können. Die Kampagne „Mehr Herzklopfen für Gütersloh“ gab mit persönlichen Stimmen aus der Stadt – darunter Stadtführerin Brunhilde Kohls und Podcaster Philipp Fleiter – der Verbundenheit mit Gütersloh ein Gesicht. Und Pascal Gehle (Fachbereich Stadtplanung) und Sabine Flöttmann (Werbegemeinschaft) zeigten am Wochenmarktkonzept, was möglich wird, wenn Stadt und Innenstadtakteure gemeinsam an Lösungen arbeiten. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden an fünf Dialogstationen darüber, warum Menschen künftig noch in die Innenstadt kommen, für wen Innenstadt gedacht wird, wie viel Veränderung Gütersloh braucht – und wer sie eigentlich mitgestaltet.

„Eine Innenstadt muss unterschiedliche Bedürfnisse zusammenbringen. Deshalb ist es wichtig, einander zuzuhören und auch andere Perspektiven ernst zu nehmen“, sagt Pascal Gehle aus der Stadtplanung. „Genau daraus kann gute Stadtentwicklung entstehen“, ergänzt Timon Helfberend, ebenfalls aus dem Fachbereich Stadtplanung. Dass dabei nicht alle dieselbe Meinung hatten, war ausdrücklich gewollt. Die Gespräche sollten Unterschiede sichtbar machen, nicht eine schnelle gemeinsame Antwort produzieren. Gerade darin lag der Wert des Abends: Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, die auf dieselbe Innenstadt aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln schauen. „Bei allen Herausforderungen sollten wir aber auch sehen, was in Gütersloh schon heute gut läuft und wie viele Menschen die Innenstadt mit Leben füllen“, sagt Clara Abelmann von der Gütersloh Marketing. „Darauf können wir aufbauen.“

In der abschließenden Paneldiskussion mit Kämmerer Heinz-Dieter Wette, GTM-Geschäftsführerin Christina Junkerkalefeld, Klingenthal-Geschäftsführer Daniel Schimanski, GT Info-Herausgeber Markus Corsmeyer und Innenstadt-Expertin Charlotte Möller von Stadt + Handel wurde deutlich: Eine lebendige Innenstadt lässt sich nicht verordnen. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, miteinander ins Gespräch kommen und den Mut haben, Dinge auszuprobieren. Der gemeinsame Wunsch nach Veränderung ist da. Jetzt kommt es darauf an, diesen Schwung zu nutzen und aus Ideen konkrete Projekte werden zu lassen. „Die Stadt kann unterstützen und Rahmenbedingungen schaffen. Gleichzeitig hat jeder Akteur Möglichkeiten, selbst etwas zu bewegen“, sagt Katharina Frenser von der Wirtschaftsförderung conceptGT. „Entscheidend ist, dass wir miteinander arbeiten und nicht nebeneinander.“

Genau an dieser Schnittstelle sieht sich auch das Zentrenmanagement. Während der Konferenz war das Team nicht nur Organisator im Hintergrund, sondern sichtbar und ansprechbar mitten im Geschehen. Gespräche wurden moderiert, Kontakte geknüpft, Fragen aufgenommen – und vor allem zugehört. Diese Nähe soll nicht auf die Konferenz beschränkt bleiben. Bereits beim Feierabendmarkt ist das Team mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen. Am Samstag, 26. September, setzt es diesen direkten Austausch auf dem Wochenmarkt am Berliner Platz von 9 Uhr bis 14.30 Uhr fort. „Wir wollen zuhören, Ideen aufnehmen und unkompliziert ansprechbar sein“, sagt Heidi Grefer, Gütersloh Marketing. „Wer etwas zur Innenstadt sagen möchte, kann einfach vorbeikommen.“

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


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