Unter dem Motto „Partizipation, Vielfalt, Kultur“ trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus den fünf europäischen Städten Broxtowe (England), Châteauroux (Frankreich), Falun (Schweden), Grudziądz (Polen) und Gütersloh zur diesjährigen C-City-Konferenz im schwedischen Falun. Ziel des Austausches: den Zusammenhalt in Europa durch Jugendbeteiligung, Kultur und Sport zu stärken. Zahlreiche Projekte wurden vorgestellt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden: Ab 2026 startet ein Artist-in-Residence-Programm in allen beteiligten Städten, bei dem jede Stadt einen professionellen Künstler für vier Wochen bei sich empfängt und abschließend eine Ausstellung organisiert. Eine gemeinsame Ausstellung aller Künstler soll dann 2030 in Brüssel erfolgen. In Grudziądz entsteht ein inklusives Projekt für 2026, das Amateurtheater mit Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung verbindet. Auch musikalisch tut sich einiges: Die erste C-City-Music-Night fand Mitte Juni in Gütersloh statt. Dieses neue Format soll künftig regelmäßig in den C-City-Konferenzen fortgeführt werden. Ein digitales Musiker-Verzeichnis soll zudem lokale Szenen europaweit vernetzen. Ein weiteres Highlight: ein Jugendschreibwettbewerb zum Welttag des Buches 2026, dessen beste Beiträge in einem E-Book veröffentlicht werden.
„Das C-City-Netzwerk gibt Gütersloh die Chance, sich nachhaltig weiterzuentwickeln – hin zu einer modernen, weltoffenen Stadt mit starken Verbindungen zu anderen europäischen Städten“, so Güterslohs Bürgermeister Matthias Trepper. Auch Beigeordneter für den Bereich Kultur und Weiterbildung Andreas Kimpel, Vorsitzender und Initiator des Netzwerks, betont: „Gerade in diesen fragilen Zeiten ist es wichtig, sich vor Ort für die europäischen Werte und deren Vielfalt einzusetzen. Sie sind das Fundament für ein demokratisches und weltoffenes Wertesystem.“ Daher lag einer der Schwerpunkte der Konferenz auch auf der Stärkung von Jugendbeteiligung. Die Diskussion mit Jugendlichen aus Falun zeigte deutlich: Es besteht großes Interesse, sich gesellschaftlich einzubringen – doch es fehlen oft geeignete Plattformen. Die Jugendlichen forderten mehr niederschwellige Beteiligungsmöglichkeiten, politische Bildung in Schulen und stärkere digitale Kommunikation, etwa über TikTok oder Instagram. Zudem wurde der Wunsch nach europaweitem Austausch, zum Beispiel in Form von Schüleraustauschprogrammen und Praktika, laut. Daher soll auch der Aufbau lokaler Jugendparlamente aktiv gefördert werden. Die erste C-City-Jugendkonferenz ist für Oktober 2026 in Châteauroux geplant, bei der Themen wie Klimaschutz, soziale Medien, Gewaltprävention und politische Partizipation im Zentrum stehen sollen. Auch sportlich wächst Europa zusammen: Ein Schwimmwettbewerb in Châteauroux sowie ein internationales Schwimmlager in Grudziądz sind für 2026 geplant. Für 2027 bereitet Gütersloh die erste C-City-Jugendolympiade mit Teilnehmenden aus allen Partnerstädten vor. Das Ausstellungsprojekt „Wohlfahrt und Umwelt seit 1945“ wird ab März 2026 online zugänglich sein. Zudem sind digitale Kunstworkshops und eine C-City-Magazinreihe in Planung mit einem Themenschwerpunkt pro Jahr – beginnend mit „Bildende Kunst“. Die Umsetzung wird derzeit hinsichtlich Finanzierung und Format geprüft.
Die C-City-Konferenz zeigt: Kultur, Jugend und Demokratie lassen sich nachhaltig durch europäische Städtenetzwerke fördern. In einer Zeit wachsender Euroskepsis setzen die C-Cities ein starkes Zeichen für gelebte europäische Solidarität und interkulturellen Dialog.
Mehr Informationen zum C-City-Projekt erfahren Interessierte unter www.c-city.eu.
Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)
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