2. April 2025 / Stadt Gütersloh

Kinderschutz als gemeinsame Verantwortung

350 Erzieherinnen und Erzieher in der Stadthalle Gütersloh rücken Schutzkonzepte in den Fokus.

von Stadt Gütersloh

Rund 350 Erzieherinnen und Erzieher sind in der Stadthalle Gütersloh zusammengekommen, um sich intensiv mit dem Thema „Schutzkonzepte und Sexualpädagogische Konzepte in Tageseinrichtungen für Kinder“ auseinanderzusetzen. Organisiert wurde die Fachtagung vom Fachbereich Tagesbetreuung von Kindern der Stadt Gütersloh, unter der Moderation der Abteilungsleiterinnen Bettina Kirchner und Andrea Körber.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Guido Bolz, Leiter des Fachbereichs Tagesbetreuung von Kindern, unterstrich Henning Matthes, Beigeordneter für die Bereiche Familie, Jugend, Schule, Soziales und Sport, in seinem Grußwort die immense Bedeutung von Schutzkonzepten als wesentlichen Bestandteil der pädagogischen Arbeit in Kitas. Er verwies auf gesetzliche Grundlagen (§ 8a SGB VIII) und das Bundeskinderschutzgesetz, die den Schutz von Kindern und Jugendlichen sicherstellen und ihre ganzheitliche Entwicklung fördern sollen. Tragische Kinderschutzfälle in Münster, Lügde und Viersen haben in der Vergangenheit die Notwendigkeit eines verstärkten Bewusstseins und erhöhter Aufmerksamkeit in diesem Bereich verdeutlicht. Dies führte 2021 zur Verabschiedung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes, das alle Kitas zur Erstellung eines eigenen Schutzkonzepts verpflichtet.

Auch in Gütersloh tragen die städtischen Kindertageseinrichtungen dieser Verantwortung Rechnung. Sie befinden sich in einem intensiven Prozess der Erarbeitung von Schutz- und sexualpädagogischen Konzepten. Zentral hierbei sind der Austausch und der Dialog im Team, um Risikofaktoren zu erkennen, zu bewerten und zu minimieren. Klare Strukturen und Ablaufpläne bieten dabei den Fachkräften Orientierung und Sicherheit. Fachlichen Input lieferten dem Fachtag zwei renommierte Referenten: Christian Peitz, Leiter des Jugendhofes Vlotho, thematisierte in seinen Vorträgen „Haltung und Verbindlichkeit – wie Schutzkonzepte Kitas helfen können“ sowie den „Verhaltenskodex“. Marianne Hamm, Referentin für sexuelle Bildung aus Oldenburg, betonte in ihrem Beitrag „Sicher aufwachsen – warum Sexualpädagogik in Schutzkonzepte gehört“, dass neben Schutz auch die kindliche Entwicklung im Fokus stehen muss. Kindertagesstätten sollten Kinder in diesem Prozess pädagogisch begleiten und mit Eltern auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Am Nachmittag bot ein sogenannter „Gallery Walk“ mit vier Stationen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, sich zu verschiedenen Aspekten des Kinderschutzes auszutauschen. Dabei konnten sie Anregungen, Bedarfe und Fortbildungswünsche formulieren. Die hohe Beteiligung und das engagierte Mitwirken der Fachkräfte zeigen, dass Kinderschutz als gemeinsame Verantwortung verstanden wird und nachhaltige Verankerung in den Einrichtungen findet.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


Bildnachweis: (C) siehe Bildnachweisübersicht unter https://www.guetersloh.de/de/bildnachweise.php

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

„Ich genieße jeden Tag“
Stadt Gütersloh

Dienstjubilare der Stadt Gütersloh werden im Flussbetthotel geehrt.

weiterlesen...
„Gütersloh International“ feiert die Vielfalt der Kulturen mit zwei Neuheiten
Stadt Gütersloh

Mehr als 40 Stände, ein internationales Bühnenprogramm und neue Angebote für Kinder machen das Fest erneut zum...

weiterlesen...
Kreis Gütersloh: Nur 9 Prozent der Wohnungen sind wirklich fit fürs Alter
lokalnachrichten kreis gütersloh

Bald gehen 58.800 Menschen im Kreis in Rente. Doch in den meisten Wohnungen lässt sich kaum alt werden, zeigt eine neue Studie.

weiterlesen...

Neueste Artikel

NRW-Bezirksregierungen fördern Demokratieverständnis
Lokalnachrichten Ostwestfalen

Fünf Bezirksregierungen besuchen Ysselsteyn zur vertieften Bildungsfahrt.

weiterlesen...
Britin nach Waldbrand in Spanien im Krankenhaus gestorben
Allgemeines

Nach dem schweren Waldbrand im Süden Spaniens wird die Ausbreitung der Flammen gestoppt. Inzwischen gibt es 13 Tote.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

„Sport im Park“ startet am Montag, 20. Juli
Stadt Gütersloh

Kostenloses Bewegungsprogramm geht in die elfte Runde.

weiterlesen...
Parkbad: Stadt hält nach Anhörung am Abbau des Autoscooters fest
Stadt Gütersloh

Anlage muss weiterhin bis Ende Juli entfernt werden.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner