19. September 2023 / Stadt Gütersloh

Krankenhäuser protestieren gegen fehlenden Finanzausgleich des Bundes

Auch das Klinikum Gütersloh beteiligt sich am Mittwoch an der großen Kundgebung in Düsseldorf.

von Stadt Gütersloh

Auch das Klinikum Gütersloh beteiligt sich am Mittwoch an der großen Kundgebung in Düsseldorf.

Die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser fordern von der Bundesregierung die ausreichende und dauerhafte Finanzierung der hohen Inflationskosten und der für das Jahr 2024 beschlossenen Tariferhöhung von rund zehn Prozent. Bisher weigert sich der Bund aber, seinem gesetzlichen Auftrag zu entsprechen und eine den steigenden Betriebskosten angemessene Vergütung für die Kliniken zu ermöglichen. In der Folge werden immer mehr Krankenhäuser in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Deshalb werden am Mittwoch, 20. September 2023, rund 10.000 Beschäftigte mit einer Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf für die finanzielle Absicherung der Daseinsvorsorge protestieren. „Die beste Medizin: saubere Finanzierung“ lautet die Botschaft an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Auch da unterstützt diesen Protest, der um „fünf vor zwölf“ Uhr beginnen wird.

Zu der Kundgebung hat die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) aufgerufen, sie findet parallel mit bundesweiten Protestveranstaltungen statt. „Alle Klinik-Geschäftsleitungen stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Sie wollen den Beschäftigten die verdiente Tariferhöhung zahlen. Denn damit werden die Wertigkeit ihrer Arbeit und ebenso die Attraktivität der Krankenhäuser als Arbeitgeber unterstrichen. Aber weil den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern das Geld dazu fehlt, bringen sie ihr Krankenhaus und damit viele, viele Arbeitsplätze in Gefahr“, beschreibt Ingo Morell, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), einen sich aufbauenden Konflikt. „Diese Gefahr ist absolut real und konkret nachweisbar. Der Bundesgesundheitsminister hat es in der Hand, einen gefährlichen Abwärtsstrudel für die Daseinsvorsorge zu verhindern. Der Bundesgesundheitsminister bestreitet auch die wirtschaftliche Notlage überhaupt nicht. Dass er sich bisher weigert gegenzusteuern, ist rational nicht nachzuvollziehen. Dabei darf es nicht bleiben.“

Maud Beste, Geschäftsführerin des Klinikum Gütersloh: „Die Krankenhäuser in NRW stehen vor extremen Herausforderungen, weil sie durch enorm gestiegene Kosten immer mehr in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und erwirtschaftete Ersparnisse mit einem Schlag aufgebraucht werden, die Bundesregierung darf dem nicht weiter tatenlos zusehen.“

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Assistent/Assistentin der Hauptgeschäftsführung (m/w/d)
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suche wir ab sofort Verstärkung.

weiterlesen...
Streik: kein Stadtbus-Verkehr am Freitag und Samstag
Stadt Gütersloh

Eine Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh

weiterlesen...

Neueste Artikel

Busbrand in Schweiz: Täter hatte wohl psychische Probleme
Allgemeines

Ein Schweizer Linienbus brennt völlig aus. Sechs Menschen sind tot, fünf teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Brandstifter war vor dem Inferno von einer Klinik als vermisst gemeldet worden.

weiterlesen...
Eis aus Kamelmilch: Deutscher fliegt zur WM in die USA
Allgemeines

Ein Verdacht auf die Darmerkrankung Morbus Crohn brachte Eismacher Thomas Micolino aus Baden-Württemberg zur Kamelmilch. Jetzt möchte der Deutsche Eis-Meister auch den nächsten Titel.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

„Das erste Buch“: Geschichten und Bilder von A bis Z
Stadt Gütersloh

Drittklässler der Gütersloher Grundschulen gestalten gemeinsam ein Buch.

weiterlesen...
„Wir waren friedensbeseelt“
Stadt Gütersloh

Zeitzeugen berichten in der Volkshochschule von ihrem Engagement im Friedensaktivismus.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner