16. Februar 2026 / Stadt Gütersloh

„Kulturpolitik verlangt Mut, neue Wege zu gehen“

Kulturforum Gütersloh zu Gast in der Druckwerkstatt Holzpixel.

von Stadt Gütersloh

Impulse, Austausch und kreative Perspektiven: Das Kulturforum des Fachbereichs Kultur hat am Dienstag, 10. Februar, in der Druckwerkstatt Holzpixel Station gemacht. Das bewährte Gesprächs- und Begegnungsformat brachte Kulturschaffende, kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteurinnen und Akteure zusammen, um aktuelle Themen der Kulturarbeit in Gütersloh zu diskutieren, Projekte sichtbar zu machen und neue Kontakte zu knüpfen. „Wir freuen uns, dass sich das Format in Gütersloh etabliert hat, jedes Jahr Kulturorte sichtbar macht und Menschen zusammenbringt“, so Lena Jeckel, Leiterin des Fachbereichs Kultur. „Auch dieses Mal war die Veranstaltung innerhalb weniger Tage ausgebucht.“
Nach dem letzten Kulturforum im Rahmen der Kulturmesse in der Stadthalle, ging das Format in diesem Jahr bewusst an einen neuen Kulturort. Gastgeber war die Druckwerkstatt Holzpixel von Manfred Makowski, der in Gütersloh lebt und als intermedialer Gestalter tätig ist. In der Gütersloher Blessenstätte gründete er eine analoge Druckwerkstatt für experimentellen Buchdruck und etablierte mit Holzpixel ein Label für intermediale Gestaltung. Neben einführenden Letterpress-Workshops für Studierende, Lehrende und interessierte Gruppen bietet er auch Teambuilding-Formate für heimische Unternehmen an.

Einen inhaltlichen Impuls setzte in diesem Jahr der Bildhauer und Raumkünstler Michael Kortländer, geboren 1953 in Münster, der in Düsseldorf und Palermo lebt und arbeitet. Seit den späten 1970er-Jahren entwickelt er ein eigenständiges Werk, das sich mit Raum, Material und Wahrnehmung auseinandersetzt. Im Zentrum stehen seine „Raumbilder“ aus Kartonagen, die zwischen Skulptur, Installation und Bild angesiedelt sind. Zu seiner künstlerischen Arbeit engagiert er sich seit vielen Jahren auch kulturpolitisch – unter anderem als Vorsitzender des Vereins der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe sowie im Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V. Als Mitgründer und Vorsitzender des Vereins Düsseldorf Palermo e. V. setzt er sich zudem für internationale kulturelle Vernetzung ein. In dieser Verantwortung steht er auch für DIE GROSSE – Kunstausstellung NRW Düsseldorf, die bis heute von Künstlerinnen und Künstlern selbst organisiert wird und für Selbstermächtigung, Solidarität und Eigeninitiative steht – Werte, die auch im Austausch des Kulturforums spürbar wurden.

Der Gütersloher Kulturdezernent Andreas Kimpel nutzte das Kulturforum, um seine Sicht der wichtigen Kulturarbeit in den letzten und kommenden Jahren in Gütersloh zu erläutern und für die dringende kulturpolitische Arbeit aufzurufen. „Kulturpolitik ist nie einfach. Sie verlangt Mut, Geduld und die Fähigkeit, Brücken zu bauen – zwischen Politik und Szene, zwischen Anspruch und Realität“, so Kimpel. „Investitionen in Kultur sind Investitionen in den gesellschaftlichen Zusammenhalt, in Bildung, in Demokratie, in die Zukunft unserer Stadt. Dafür braucht es politische Unterstützung, das Vertrauen der Kulturakteurinnen und -akteure und den Mut, neue Wege zu gehen.“

Musikalisch begleitet wurde der Abend von Ana aus Gütersloh, die mit ihrer Live-Musik für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte. Das Kulturforum zeigte erneut: Ob professionell in der Kulturarbeit tätig, ehrenamtlich engagiert oder einfach kulturinteressiert – das Format bietet Raum für jede Stimme und stärkt den Dialog innerhalb der Stadtgesellschaft.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


Bildnachweis: © siehe Bildnachweisübersicht unter https://www.guetersloh.de/de/bildnachweise.php

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