Einen inhaltlichen Impuls setzte in diesem Jahr der Bildhauer und Raumkünstler Michael Kortländer, geboren 1953 in Münster, der in Düsseldorf und Palermo lebt und arbeitet. Seit den späten 1970er-Jahren entwickelt er ein eigenständiges Werk, das sich mit Raum, Material und Wahrnehmung auseinandersetzt. Im Zentrum stehen seine „Raumbilder“ aus Kartonagen, die zwischen Skulptur, Installation und Bild angesiedelt sind. Zu seiner künstlerischen Arbeit engagiert er sich seit vielen Jahren auch kulturpolitisch – unter anderem als Vorsitzender des Vereins der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe sowie im Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V. Als Mitgründer und Vorsitzender des Vereins Düsseldorf Palermo e. V. setzt er sich zudem für internationale kulturelle Vernetzung ein. In dieser Verantwortung steht er auch für DIE GROSSE – Kunstausstellung NRW Düsseldorf, die bis heute von Künstlerinnen und Künstlern selbst organisiert wird und für Selbstermächtigung, Solidarität und Eigeninitiative steht – Werte, die auch im Austausch des Kulturforums spürbar wurden.
Der Gütersloher Kulturdezernent Andreas Kimpel nutzte das Kulturforum, um seine Sicht der wichtigen Kulturarbeit in den letzten und kommenden Jahren in Gütersloh zu erläutern und für die dringende kulturpolitische Arbeit aufzurufen. „Kulturpolitik ist nie einfach. Sie verlangt Mut, Geduld und die Fähigkeit, Brücken zu bauen – zwischen Politik und Szene, zwischen Anspruch und Realität“, so Kimpel. „Investitionen in Kultur sind Investitionen in den gesellschaftlichen Zusammenhalt, in Bildung, in Demokratie, in die Zukunft unserer Stadt. Dafür braucht es politische Unterstützung, das Vertrauen der Kulturakteurinnen und -akteure und den Mut, neue Wege zu gehen.“
Musikalisch begleitet wurde der Abend von Ana aus Gütersloh, die mit ihrer Live-Musik für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte. Das Kulturforum zeigte erneut: Ob professionell in der Kulturarbeit tätig, ehrenamtlich engagiert oder einfach kulturinteressiert – das Format bietet Raum für jede Stimme und stärkt den Dialog innerhalb der Stadtgesellschaft.
Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)
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