4. März 2026 / Stadt Gütersloh

Müll sammeln statt wegschauen

Stadt Gütersloh bedankt sich bei den Brüdern Mats und Ben für ihr Umwelt-Engagement.

Veröffentlicht am 4. März 2026 um 10:24 Uhr von Stadt Gütersloh

Zwei Grillzangen, Einweghandschuhe und eine Schubkarre – mehr braucht es für die Brüder Mats und Ben nicht, um die Straßen im Wohngebiet ihrer Oma im Mädchenviertel in Gütersloh von wildem Müll zu befreien. Dabei ist erstaunlich, was die beiden während ihrer Streifzüge schon alles entdeckt haben. „Das Verrückteste, das wir bisher gefunden haben, waren zwei BHs und eine Perücke in Originalverpackung“, erinnert sich der zehnjährige Mats lachend.

Solch ein Engagement für die Umwelt soll belohnt werden. Das findet auch Wiebke Heine, stellvertretende Bürgermeisterin, die den beiden Jungs jetzt im Namen der Stadt einen Besuch abgestattet und dabei etwas mitgebracht hat: zwei Gutscheine für die Welle. Genau das Richtige, denn Mats und Ben spielen nicht nur Tennis in ihrer Freizeit, sondern gehen auch beide zum Schwimm-Training.

Die Brüder wohnen eigentlich in Bielefeld-Ummeln, doch wenn sie ihre Oma Hildegard in Gütersloh besuchen, heißt es für die beiden oft: helfen im Garten – und Müll raus aus dem Viertel. Entsorgt wird die Ausbeute anschließend bei Oma in der Restmülltonne. Neben Kuriositäten wie Perücken landen hier auch ganz alltägliche Dinge: Zigarettenstummel, Snack-Verpackungen, Plastik-Deko – aber auch ein Regal, ein Einkaufswagen und durchnässte Zeitungsbündel haben die Brüder schon in Gräben, Büschen und auf Wiesen entdeckt. Was sie am häufigsten finden? „Zigaretten“, hält Ben fest.

Das Sammeln ist für die Brüder längst mehr als eine spontane Idee. Mats wollte schon als kleiner Junge „auch mal Müll sammeln“ – beim Spaziergang schauen die beiden heute gezielt in Gräben und unter Hecken. Eine Schubkarre ist nach wenigen Minuten voll, an manchen Tagen kommen mehrere Fuhren und ein paar Müllsäcke zusammen. Für größere Fundstücke holen sie sich Unterstützung – wie bei einem Nachtschrank im Gebüsch. Den meldeten sie dem Ordnungsamt, das den Sperrmüll abholen ließ.

Die Stadt Gütersloh bedankt sich für den Einsatz der Brüder. Die Botschaft ist klar: Abfälle gehören in die vorgesehenen Behälter – und wer wilde Müllablagerungen entdeckt, sollte sie melden, damit sie fachgerecht entsorgt werden können. „Es ist toll zu sehen, wenn sich Menschen in eurem Alter schon für die Umwelt einsetzen“, betont Wiebke Heine bei ihrem Besuch. „Weiter so!“

Wer der Stadt wilden Müll melden möchte, kann dies ganz einfach und bequem über den Mängelmelder online erledigen . Bei weiteren Fragen zum Thema Müllentsorgung, Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit hilft die städtische Abfallberatung gern weiter, telefonisch unter 05241 / 82-2122 oder per E-Mail

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


Bildnachweis: © siehe Bildnachweisübersicht unter https://www.guetersloh.de/de/bildnachweise.php

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