19. November 2025 / Stadt Gütersloh

Neue Nistkästen für Wasseramseln und Gebirgsstelzen

Der Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh unterstützt heimische Vogelarten an Gütersloher Gewässern.

Veröffentlicht am 19. November 2025 um 15:00 Uhr von Stadt Gütersloh

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel Deutschlands, der tauchen kann. In Gütersloh ist der kleine braun-weiße Vogel selten zu sehen, doch wer genau hinschaut, könnte mit etwas Glück entlang der Dalke oder der Wapel auf ihn stoßen. Auch die Gebirgsstelze mit auffällig gelber Unterseite und langen Schwanzfedern fühlt sich hier wohl.

Beide Vogelarten bauen ihre Nester an der Uferböschung oder in Mauerspalten. Da jedoch im Uferbereich und an Brücken kaum noch Möglichkeiten für den Nestbau zu finden sind, unterstützt der Fachbereich Umweltschutz die Wasservögel mit Nistkästen.

Mit Watthosen und Klebekartuschen ausgerüstet, haben die Bundesfreiwilligendienstler (Bufdis) des Fachbereichs Umweltschutz im vergangenen Jahr 20 neue Nistkästen unter den Brücken im Stadtgebiet montiert. Dort sind die Kästen für die Wasseramsel und die Gebirgsstelze gut anzufliegen und bieten gleichzeitig Schutz vor Fressfeinden. Die Bufdis ersetzten zahlreiche beschädigte oder fehlende Nistkästen und säuberten die benutzten Behälter. Denn die Entfernung alter Singvogelnester schützt andere Vögel vor Parasitenbefall - optimale Bedingungen für die nächste Brutzeit.

Jetzt wurden die neu aufgehängten Kästen kontrolliert. So konnte festgestellt werden, welche Kästen dieses Jahr zum Brüten genutzt wurden. In mehreren Kästen hatten Gebirgsstelzen Nester gebaut, in einem wurden auch noch Eier gefunden, die nicht vollständig ausgebrütet waren. Auch von „Allroundern“ wie dem Zaunkönig werden die Nistkästen genutzt. Zwei Nester, die von Wasseramseln stammen könnten, wurden ebenfalls gefunden. Hier wird im Winter und in der nächsten Brutzeit genau beobachtet, ob die Standorte von Wasseramseln besetzt sind. Die Wasseramsel fliegt im Winter nicht in den Süden. Sie ist sehr standorttreu. Bedeutet: Ein einmal gewählter Niststandort wird oft wieder genutzt.

Der Fachbereich Umweltschutz freut sich über alle Menschen, die an den Gütersloher Bachläufen Augen und Ohren spitzen und ihre vogelkundlichen Beobachtungen auf www.ornitho.de oder per E-Mail an umweltschutz@guetersloh.de melden.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


Bildnachweis: © siehe Bildnachweisübersicht unter https://www.guetersloh.de/de/bildnachweise.php

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