8. Februar 2024 / Stadt Gütersloh

Neues Zuhause für den Treffpunkt Avenwedde-Mitte

Ein Ort für Austausch, Geselligkeit und Freundschaften.

von Stadt Gütersloh

Ein Ort für Austausch, Geselligkeit und Freundschaften.

Es herrscht reges Treiben an diesem Dienstagnachmittag beim Treffpunkt Avenwedde-Mitte und der Duft von Kaffee liegt in der Luft. An den einzelnen Tischen sind die Seniorinnen und Senioren bereits in intensive Gespräche verwickelt. Die Stimmung ist losgelöst, beinahe feierlich. Denn tatsächlich gibt es guten Grund zum Feiern: Der Treffpunkt hat ein neues Zuhause gefunden und öffnet an diesem Tag zum ersten Mal in den neuen Räumlichkeiten in der Avenwedder Straße 88 die Türen. Nachdem die vorherigen Vermieter Eigenbedarf für die Wohnung angemeldet hatten, herrschte einige Wochen lang Unklarheit darüber, ob dies das Ende des geselligen Zusammenkommens bedeuten sollte. „Liebe Freunde, wir haben eine Schocktherapie hinter uns“, bringt es Renate Reckersdrees, eine der ehrenamtlichen Betreuerinnen des Treffpunkts, an diesem Nachmittag auf den Punkt. „Zum Glück haben wir mit den neuen Räumlichkeiten von Holger Krähenhorst eine gute und schnelle Lösung gefunden, um die Angebote unseres Treffpunkts nahtlos weiterzuführen.“ Zur feierlichen Eröffnung am neuen Standort durfte natürlich auch offizieller Besuch vonseiten der Stadt nicht fehlen, die für die Mietzahlungen der neuen Wohnung aufkommt. „Uns als Stadt Gütersloh ist die Seniorenarbeit sehr wichtig und damit auch die Möglichkeiten des Zusammenkommens wie hier beim Treffpunkt Avenwedde-Mitte“, hieß Henning Matthes, Beigeordneter für Familie, Jugend, Schule, Soziales und Sport, die zahlreichen Gäste willkommen. „Es ist mir wichtig, dass wir so wie hier für ältere Menschen Möglichkeiten schaffen, sich gesellig zu treffen, auszutauschen und Spaß miteinander zu haben. Mein ganz herzlicher Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, die den Treffpunkt betreuen und das Programm organisieren.“

Buntes Programm bietet Abwechslung

Insgesamt fünf feste Ehrenamtliche teilen sich die Betreuung des Treffpunkts untereinander auf, bereiten die Räumlichkeiten vor, kaufen Kaffee und Kekse ein, planen besondere Programmpunkte. Die reichen von Besichtigungen der Polizei und lokaler Unternehmen wie Miele und Oetker bis hin zu Filmabenden und Quiz-Nachmittagen. Zudem werden immer wieder auch Referenten eingeladen – beispielsweise klärten Polizisten schon einmal vor Ort über den Enkeltrick auf oder das bekannte Güths Mariechen verlegte die klassische Stadtführung in die Innenräume des Treffpunktes, um auch denen eine Teilnahme zu ermöglichen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Teil des festen Programms sind zudem der montägliche Boule-Treff und der Spielenachmittag, der Geh-Treff und die Computerhilfe am Dienstag sowie ein offener Treff jeden Donnerstag und das Dämmerschoppen an jedem ersten Donnerstag im Monat. Alle Angebote sind kostenfrei und werden über freiwillige Spenden der Besucherinnen und Besucher finanziert.

 
 

Treffpunkt wirkt Vereinsamung entgegen

Wie wichtig solch ein Treffpunkt für ältere Menschen ist, erklärt auch Heidi Ostmeier, Seniorenbeauftragte der Stadt: „Hier finden die Seniorinnen und Senioren echte Geselligkeit. Treffpunkte wie in Avenwedde-Mitte wirken Vereinsamung entgegen und das ist vor allem im Alter sehr wichtig.“ Wie wichtig, zeigt auch die Erinnerung der ehrenamtlichen Betreuerin Reckersdrees an eine Besucherin. „Sie bekam von ihrem Arzt verschrieben, zu unserem Treffpunkt zu kommen. Ihr Sohn hat hinterher berichtet, wie sehr seine Mutter durch die wöchentlichen Treffen aufgelebt sei.“ Dabei reicht die Altersspanne der teilnehmenden Seniorinnen und Senioren von Ende 60 bis 99 Jahre. Der Treff soll alle ansprechen, die Lust haben auf Geselligkeit und Austausch – so wie Elisabeth (89), Edith (88), Maria (83) und Elisabeth (91). Die vier Frauen sind ein fester Tisch beim montäglichen Spielenachmittag. „Wir sind mittlerweile alle alleinstehend und daher froh, den Treffpunkt als Anlaufstelle zu haben – und unsere Freundschaft“, berichtet Edith. Denn genau das ist der Treffpunkt für viele mittlerweile geworden: ein Ort, um Freunde zu treffen. Ähnlich erging es auch Maria Ruiz und Anna Oswald: „Wir kommen hierher für die Geselligkeit, den Austausch mit anderen – und die Kopfarbeit. Und wir haben hier Freundschaften geschlossen.“ Fast alle der anwesenden Seniorinnen und Senioren sind Stammgäste und bereits seit mehreren Jahren dabei, einige sogar seit der Gründung des Treffpunktes. Günther Wollenberg zum Beispiel unterstützte den Treffpunkt seit dem ersten Tag als Ehrenamtlicher und hat vor Kurzem auf die Seite der Besucher gewechselt. Er ist aktuell noch auf der Suche nach jemandem, der Schach mit ihm spielt.

Wer Lust hat auf eine Partie Schach oder einfach so vorbeikommen will, ist herzlich eingeladen. Der Treffpunkt Avenwedde-Mitte begrüßt alle Seniorinnen und Senioren zu geselligen Spielenachmittagen, zum Geh-Treff oder Dämmerschoppen – ab jetzt in der Avenwedder Straße 88. Am Dienstag, 27. Februar, ist zudem ein Besuch im Miele-Museum geplant. Weitere Informationen zu den Angeboten und Uhrzeiten des Treffpunks gibt es telefonisch unter 05241 / 2113661, per E-Mail an Treffpunkt-Avenwedde-Mitte@web.de oder online unter www.sinfodie.de.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)

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