11. Juli 2025 / Stadt Gütersloh

Rat der Stadt beschließt Erstaufstellung des kommunalen Wärmeplans

Interaktive Karte ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern Prüfung des eigenen Gebäudes.

von Stadt Gütersloh

Der kommunale Wärmeplan der Stadt Gütersloh ist am Freitag, 4. Juli, vom Rat in seiner 44. Sitzung beschlossen worden. Das Ziel: die Stadt Gütersloh bis zum Jahr 2045 auf eine treibhausgasneutrale, wirtschaftlich sinnvolle und nachhaltige Wärmeversorgung umzustellen. Eine der zentralen Herausforderungen des Wärmeplans: Die Wärmeversorgung basiert derzeit überwiegend auf fossilen Energieträgern und macht über die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs aus. Der Wärmeplan soll bei der Umstellung als strategisches und informelles Planungsinstrument dienen und hat gemäß des Wärmeplanungsgesetzes keine rechtlich verbindliche Wirkung. Somit führt dieser nicht zu einer kurzfristigen oder verpflichtenden Umstellung der Heizsysteme, zeigt aber ein Zielszenario und Maßnahmen mit besonderem Potenzial auf. Dabei legt die Stadt großen Wert auf das Informieren und Einbinden der Bürgerinnen und Bürger: Durch Informationskampagnen sollen die Ergebnisse zukünftig zielgruppenspezifisch aufbereitet und veröffentlicht werden.

Die Erstellung des Wärmeplans startete im Juli 2024 in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung, lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie der Öffentlichkeit. Verantwortlich für die Planerstellung waren das Dezernat Bauen, Mobilität und Umwelt in enger Begleitung der Stadtwerke Gütersloh und der Netzgesellschaft Gütersloh. Zusammen mit dem Ratsbeschluss hat die Stadt jetzt eine interaktive Karte veröffentlicht, mit der Bürgerinnen und Bürger prüfen können, ob ihr zu beheizendes Gebäude in einem potenziellen Wärmenetzeignungsgebiet liegt und ob ein Wärmenetzanschluss als ein zukünftig mögliches Szenario infrage kommt. Über das neue Kartentool können Nutzerinnen und Nutzer gezielt Adressen suchen und sich standortbezogene Informationen anzeigen lassen. Sollte das eigene Gebäude außerhalb des Wärmenetzeignungsgebiets liegen, empfiehlt die Stadt, den Einsatz eines dezentralen Wärmeerzeugers zu prüfen. Wichtig zu wissen: Da für Gebiete geplant worden ist, kann mit der Karte keine gebäudescharfe Planung ermöglicht werden.

Der kommunale Wärmeplan sowie das Kartentool ist ab sofort über die Webseite des Fachbereichs Umweltschutz zu erreichen.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


Bildnachweis: (C) siehe Bildnachweisübersicht unter https://www.guetersloh.de/de/bildnachweise.php

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