Im Straßenverkehr lauern viele Gefahren – besonders für Kinder. Wie gefährlich der sogenannte „tote Winkel“ sein kann, haben jetzt 68 Schülerinnen und Schüler des vierten Jahrgangs der Grundschule Farbenfroh bei einer praxisnahen Aktion erlebt. Unterstützt wurde die Verkehrssicherheitsschulung von der Stadtreinigung Gütersloh.
Auf dem Schulhof wurde dafür ein 18-Tonnen-Lkw der Stadtreinigung positioniert. „Eigentlich wird mit dem Fahrzeug Streusalz transportiert“, erklärte Max Dumitrov vom Fachbereich Stadtreinigung. Polizeihauptkommissarin Dorte Hartmann, die auch die Fahrradprüfung der Kinder betreut, begleitete die Aktion.
Im Mittelpunkt stand die Aufklärung über den „Toten Winkel“ – also den Bereich rund um ein Fahrzeug, den Fahrerinnen und Fahrer weder direkt noch über die Spiegel einsehen können. Gerade beim Abbiegen entstehen dadurch für Radfahrerinnen, Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger gefährliche Situationen.
Den Kindern wurde gezeigt, woran sie erkennen, dass ein Fahrzeug rückwärts fährt, wie sie Blickkontakt zu dem Fahrer halten und wann sie für einen Lkw-Fahrer zu sehen sind und wann nicht. „An dem Fahrzeug wird den Kindern anschaulich erklärt, welche Gefahren im Umfeld von Lastwagen entstehen können und dass sie nicht immer sichtbar sind“, sagt Dorte Hartmann. Mit Pylonen und einem dreieckigen Transparent wurde der tote Winkel für die Kinder sichtbar gemacht. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst auf dem Fahrersitz Platz nehmen und sehen, wie schnell Personen neben dem Fahrzeug aus dem Sichtfeld verschwinden. Schüler Valentin zeigte sich überrascht, dass er seine Mitschülerinnen und Mitschüler im Spiegel plötzlich nicht mehr sehen konnte.
Ende des Monats steht für die Viertklässlerinnen und Viertklässler die Fahrradprüfung an. Die verkehrspädagogische Aktion soll das Bewusstsein der Kinder für Gefahrensituationen im Straßenverkehr stärken und zu mehr Sicherheit auf dem Schulweg beitragen.
Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)
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