22. Februar 2024 / Stadt Gütersloh

„Stopp. Keine Elterntaxis!“

Grundschüler der Großen Heide engagieren sich im Rahmen des städtischen Projekts „Lass(t) uns laufen!“ als...

von Stadt Gütersloh

Grundschüler der Großen Heide engagieren sich im Rahmen des städtischen Projekts „Lass(t) uns laufen!“ als „Verkehrsberuhiger“.

„Tempo 10 wäre schön!“ und „Stopp. Nutze die Hol- und Bringzone“ steht auf den Schildern, die die Kinder der Klasse 4a der Grundschule Große Heide gemalt haben. Mit Warnwesten bekleidet positionieren sie sich am Mittwochmorgen zwischen 7.30 und 8 Uhr am Pelikanweg und am Pinguinweg, den beiden Hauptzufahrten zu ihrer Grundschule. Sie wollen dort für die schwierige Verkehrssituation sensibilisieren. Während einige Kinder ihre Schilder hochhalten, suchen andere das Gespräch mit den Autofahrern und verteilen Schulwegflyer. An ihrer Seite Klassenlehrerin Diana Korsmeier, Rektorin Tanja Ilic sowie Susanne Leicht und Olaf Johannknecht von der Polizei Gütersloh. Auch Mobilitätsmanager Gregor Hengstermann von der Stadt Gütersloh unterstützt die frühmorgendlichen „Verkehrsberuhiger“.

Entstanden ist die Aktion auf Initiative der Kinder: „Auf dem letzten Stück zur Schule fahren manchmal so viele Autos, dass wir die Straße kaum überqueren können“, berichten Jonas und Ben. „Außerdem fahren die Autos oft sehr schnell“, erzählt Eowyn. Die Wahrnehmung ihrer Schüler thematisiert Diana Korsmeier im Klassenrat, danach nehmen die Viertklässler ihre Beobachtung mit ins Schülerparlament. Gemeinsam überlegen die Kinder, was sie tun können, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

„Lasst uns laufen!“ – Projekt für sicherere Schulwege

„Die Kinder engagieren sich heute für ein Thema, das auch bei uns hoch aktuell ist“, erklärt Tanja Ilic. Die Lage und besondere Zuwegung mache die Verkehrssituation an der Grundschule Große Heide zu einer großen Herausforderung. Daher nimmt die Schule als eine von sechs Gütersloher Grundschulen am Projekt „Lass(t) uns laufen – weniger Elterntaxis an meiner Schule“ der Stadt Gütersloh in Zusammenarbeit mit einem Dortmunder Ingenieurbüro teil, das auf die Mobilitätsbedürfnisse an Schulen spezialisiert ist. Darin wurden individuelle Verbesserungsmaßnahmen entwickelt, um die Verkehrssicherheit auf den Schulwegen zu erhöhen. „Für Friedrichsdorf wurden unter anderem zwei Elterntaxi-Haltestellen in einer angemessenen Entfernung zur Grundschule eingerichtet, eine an der Haflinger Straße und eine an der Großen Heide“, erklärt Gregor Hengstermann. Beide seien als offizielle Haltezonen blau auf dem Asphalt und am Bordstein gekennzeichnet und mit einem Verkehrsschild als Hol- und Bringzonen ausgewiesen. „Diese Elternhaltestellen sind geeignete Orte, um die Kinder morgens abzusetzen“, so Tanja Ilic. Eine stärkere Nutzung dieser dezentralen Haltepunkte würde das morgendliche Verkehrsaufkommen an der Schule deutlich reduzieren. „Von dort aus können die Kinder noch einige Meter zur Schule gehen, dabei frische Luft schnappen und Erfahrungen auf dem Schulweg sammeln. Das tut morgens richtig gut.“

Die neu eingerichteten „Eltern-Haltestellen“ müssen nun noch weiter gelernt und gelebt, Eltern immer wieder dafür sensibilisiert werden. Dazu haben die Kinder der Klasse 4a mit ihrer Aktion ganz sicher beigetragen. Für sich und stellvertretend für all ihre Mitschüler bitten sie: „Lasst uns laufen!“

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)

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