16. Januar 2026 / Stadt Gütersloh

Westfalen unterm Hakenkreuz

VHS Gütersloh zeigt historische Filmdokumentation „Unterm Hakenkreuz – Westfalen 1933-1945 im Amateurfilm“ mit...

Veröffentlicht am 16. Januar 2026 um 13:22 Uhr von Stadt Gütersloh

Die Volkshochschule (VHS) Gütersloh lädt gemeinsam mit dem Stadtarchiv und dem LWL-Medienzentrum für Westfalen am Dienstag, 27. Januar, um 19 Uhr zur Vorführung der regionalhistorischen Filmdokumentation „Unterm Hakenkreuz – Westfalen 1933-1945 im Amateurfilm“ ein. Die Veranstaltung findet in der VHS, Hohenzollernstraße 43 (Raum 24, Aula) statt und versteht sich als Beitrag zur historischen Bildungsarbeit rund um die Zeit des Nationalsozialismus.

„Der Nationalsozialismus war keine abstrakte Ideologie“, so Dr. Mariella Gronenthal, stellvertretende Leiterin der VHS und verantwortlich für die historisch-politischen Bildungsangebote. „Gerade in der Lokalgeschichte werden seine Akteure sichtbar. Der Film gibt vor allem auch den Tätern ein Gesicht, die in der historischen Forschung bisher wenig in den Blick genommen wurden. Diesen Teil der Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, halten wir für sehr wichtig.“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die 70-minütige Dokumentation des LWL-Medienzentrums, die anhand von mehr als 60 ausgewählten Amateurfilmen eindrückliche Einblicke in das Leben in Westfalen-Lippe zwischen 1933 und 1945 gewährt. Grundlage hierfür bildeten mehr als 200 private Filmdokumente, die in den Beständen des LWL-Filmarchivs recherchiert und thematisch aufbereitet wurden. Die Veranstaltung wird durch die Einordnung von Dr. Ralf Springer vom LWL-Medienzentrum ergänzt, der in den Film einführt und für eine anschließende Diskussion zur Verfügung steht.

Die Filmdokumentation beleuchtet in zehn Kapiteln das Leben unter der nationalsozialistischen Herrschaft – von familiären Alltagsszenen über Feste und Feiern bis hin zu den Veränderungen durch den Krieg. „Die Amateurfilme zeigen den Nationalsozialismus nicht aus der Perspektive der Propaganda, sondern aus dem Blickwinkel der Menschen, die in dieser Zeit lebten“, so Dr. Springer. „Gerade diese scheinbar alltäglichen Bilder machen deutlich, wie tief das Regime in das gesellschaftliche Leben in Westfalen hineinwirkte.“

Der nachfolgende Austausch mit dem Publikum bietet Gelegenheit, darüber zu diskutieren, wie bedeutend diese regionalen Zeitdokumente sind und wie sehr sie das Verständnis der NS-Zeit prägen. Stadtarchivarin Julia Kuklik betont: „Die Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte eröffnet einen besonders unmittelbaren Zugang zur NS-Zeit. Mit dieser Veranstaltung möchten wir historische Bildung fördern und zugleich Raum für Austausch und kritische Reflexion bieten.“

Für eine bessere Planung wird um Anmeldung gebeten unter www.vhs-gt.de. Je nach räumlicher Auslastung ist jedoch auch eine spontane Teilnahme möglich.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)


Bildnachweis: © siehe Bildnachweisübersicht unter https://www.guetersloh.de/de/bildnachweise.php

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