Wir alle stecken angesichts der Klimakrise in einer Zwickmühle. Wegschauen oder handeln? Forscher*innen erleben das Dilemma verschärft. Sie wissen: Die Natur lügt nicht. Dokumentarfilmer Florian Heinzen-Ziob (Dancing Pina, 2022) hat drei von ihnen auf dem Weg aus dem Elfenbeinturm auf die Straße begleitet und in DAS GEWICHT DER WELT zwei Jahre lang porträtiert.
Angesichts der Klimakatastrophe fragen sie sich: Darf ich einfach weiter vor mich hinforschen oder muss ich handeln - und zwar schnell? Wer sonst sollte Konsequenzen aus dem Wissen über die Erderwärmung ziehen, wenn sogar diejenigen, die aufgrund ihrer Ausbildung am besten Bescheid wissen, nicht aktiv werden? Meeresbiologin Maria, Chemiker Sebastian und Molekularbiologin Nana schlagen Wege ein, die manchmal anstrengend sind, aber unterm Strich befreiend.
Der Film stellt seine Protagonist*innen nicht als Held*innen auf einen Sockel. Er kommentiert nicht, ordnet nicht ein und bewertet nicht. Stattdessen stellt er die Porträtierten als Erzähler*innen von Geschichten in den Mittelpunkt, die uns alle angehen. Er fragt nach ihren privaten Rückzugsräumen, nach ihrer Rolle als Eltern, nach ihren Zukunftsängsten. Und vor allem danach, woher sie die Kraft nehmen, sich trotz all des Gegenwindes in den vergangenen zwei Jahren nicht unterkriegen zu lassen. Dabei setzt er nicht nur auf Wortbeiträge, sondern ebenso auf eindrucksvolle Bilder. Florian Heinzen-Ziob entschied sich dagegen einen alarmistischen Film zu drehen setzt auf ruhige, meist sorgfältig komponierte Bilder - sehr sehenswert!
Wir zeigen die Doku an mehreren Terminen mit Gast: Kurt Gramlich
FREITAG, 29. Mai - 20 Uhr + SONNTAG, 31. Mai - 17:30 Uhr
Kurt Gramlich - Umweltaktivist (Klimaschutz im Bundestag e. V.) wird dem Publikum im Anschluss an die Vorführung für ein Gespräch zur Verfügung stehen.






