7. März 2021 / Wusstest du das?

Online-Filmvorführung: „Der zweite Anschlag“

Am 22. März im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

von VS

Anlässlich der Internationalen Woche gegen Rassismus wird der Film „Der zweite Anschlag“ in einer online Vorführung gezeigt. Eine Anmeldung ist erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos. 

Pressemitteilung der Stadt Gütersloh:

„Das Boot ist voll!“, „Ausländer raus!“, „Deutschland den Deutschen“ – rechte Parolen wie diese und Gewalt richten sich gegen jene Menschen, die als „fremd“ wahrgenommen werden. Immer wieder erschrecken rassistisch motivierte Ausschreitungen, Angriffe und Morde in Deutschland. Im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus zeigt der Fachbereich Chancengleichheit und Vielfalt, Gleichstellung und Integration der Stadt Gütersloh den Dokumentarfilm „Der zweite Anschlag“ in einer Online-Filmvorführung am Montag, 22. März, von 17:45 bis 20 Uhr. Der Film dokumentiert die Perspektive von rechter Gewalt betroffener Menschen und stellt sie in den Mittelpunkt. Die Teilnahme an der Online-Filmvorführung und dem anschließenden Gespräch mit den Filmemachern Mala Reinhardt und Patrick Lohse ist kostenlos.
 
In ihrem Dokumentarfilm entwickeln Mala Reinhardt und Patrick Lohse in tiefgehenden Interviews ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, die Protagonisten des Films durchlebt haben. So erzählt Osman Taköprü von dem Mord an seinem Bruder Süleyman, den der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) 2001 in Hamburg beging. Ibrahim Arslan schildert seine Erinnerungen an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992, den er selbst nur knapp überlebte. Mai Phương-Kollath wohnte selbst in Rostock-Lichtenhagen, als dort unter dem Beifall hunderter Schaulustiger das Sonnenblumenhaus von Neonazis in Brand gesteckt wurde. Ihre Geschichten verweben sich im Filmgeschehen. Während die Beteiligten für eine lückenlose Aufklärung und ein Ende der Gewalt eintreten, entsteht ein Netzwerk aus Menschen, die Ähnliches erlebt haben. So erhebt auch Gülüstan Ayaz-Avcı ihre Stimme - ihr Partner Ramazan wurde in den 1980er Jahren von Rechtsradikalen ermordet. Auch Özge Pınar-Sarp berichtet von aktuellen Entwicklungen und eröffnet im Film eine migrantische Perspektive auf antifaschistisches Engagement in Deutschland. Der Film „Der zweite Anschlag“ führt diese Geschichten in einer vielschichtigen Erzählweise zusammen und eröffnet einen detaillierten Einblick in den Kampf migrantischer Communities gegen Rassismus in Deutschland.
 
Anmeldungen zur Online-Vorführung sind bis zum 17. März erforderlich unter http://stadt.gt/wochegegenrassismus
Die Zugangsdaten werden einige Tage vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt.

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