07.11.2020 - 08.11.2020 / 15:30

ZU WEIT WEG

bambi Filmkunstkinos
Kino mit Gästen

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Nach dem Umzug in eine andere Stadt muss sich der 12-jährige Ben neu zurechtfinden. Das gilt auch für den Fußball, wo der ehemals verwöhnte Stürmerstar seines Dorfclubs jetzt noch einmal ganz von vorn anfangen muss. So wie Tariq, der aus Syrien kommt und von dem Ben nicht nur auf dem Fußballplatz viel lernen kann. Was wie eines der üblichen deutschen Kinderfilmdramen anfängt – ein bisschen progressiv, ein bisschen pädagogisch und immer hübsch fernsehkompatibel -, entwickelt sich schnell zum spannenden und amüsanten Kinoereignis für die ganze Familie. Ein rundum gelungener Film, der hoffentlich nicht in der Masse der Filmstarts untergeht.

Auf die Fußballsprache übertragen, könnte man sagen: Diese Geschichte entwickelt sich wie der Angriff einer ballverliebten Mannschaft. Scheinbar ruhig, vielleicht sogar etwas betulich, startet der Film, befasst sich mit der familiären Situation, zeigt Ben als Fußballstar und in Vorbereitung des Umzugs. Ein bisschen Tiki-Taka, es geht hin und her, und irgendwann, wenn kaum noch jemand damit rechnet, geht die Post ab. Sarah Winkenstette hat das Drehbuch von Susanne Finken in schöne Spannungsdreiecke umgesetzt; die Rochaden der Spieler werden hier durch kleine, angenehm beiläufig gestaltete Nebenhandlungen ersetzt, die schließlich ein stimmiges Gesamtbild ergeben, das ohne Klischees auskommt und trotzdem witzig und humorvoll erstmal Erwartungen erfüllt, bevor sie konterkariert werden. Da gibt es das einzige Mädchen in der Jungsmannschaft, das sich sehr gut gegen 12-jährige Machos behaupten kann. Und die Suche nach Tariqs großem Bruder, der vermisst wird, wird zum Social Media-Event, bei dem ganz selbstverständlich und ohne den berühmten erhobenen Zeigefinger die Kids ihr Ding durchziehen.

Für das Gelingen dieses topfitten, putzmunteren Famili

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