Immer teurere Fahrräder werden in Deutschland gestohlen. Die durchschnittliche Entschädigung für versicherte Fahrräder betrug im vergangenen Jahr 1100 Euro und erreichte damit einen neuen Höchstwert, wie der Gesamtverband der Versicherer (GDV) am Mittwoch mitteilte. In den beiden Vorjahren wurden pro Rad im Schnitt noch 1000 Euro und 880 Euro Entschädigung gezahlt. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen erklärte: «Nach wie vor werden vor allem teure Fahrräder gestohlen. Diebe haben es gezielt auf hochwertige Rennräder, E-Bikes oder Mountainbikes abgesehen, um sie weiterzuverkaufen.» 160 Millionen Euro mussten die Versicherungen 2023 für 150.000 als gestohlen gemeldete Räder auszahlen. Im Vorjahr waren es rund 150 Millionen Euro, in den beiden Jahren davor - allerdings unter Corona-Bedingungen - jeweils 110 Millionen Euro. Die Gesamtzahl der gestohlenen Fahrräder liegt weit höher als die bei den Versicherungen gemeldeten 150.000 Räder aus dem vergangenen Jahr. Bei der Polizei wurden nach der Statistik von 2022 rund 266.000 Fahrräder als gestohlen angezeigt. Dazu kommen noch viele Diebstähle, die nicht gemeldet werden, weil die Räder nicht versichert sind und die Besitzer davon ausgehen, dass die Aufklärungs-Chance gering ist. Die Versicherungen raten dringend, Fahrräder mit guten Ketten- oder Bügelschlössern zu sichern und möglichst auch an festen Gegenständen anzuschließen. Das gelte selbst dann, wenn sie in Kellern stünden. Auch die Polizeibehörden warnen immer wieder besonders vor gut organisierten Banden von Fahrraddieben, die mit Spezialwerkzeug unterwegs sind und gezielt teure Räder ins Visier nehmen.Zahl der gestohlenen Räder höher als bei Versicherungen gemeldet
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Diebe jagen teure Rennräder, E-Bikes und Mountainbikes
Teure Rennräder und E-Bikes sind seit Jahren immer häufiger auf den Straßen zu sehen. Für Fahrraddiebe sind das lohnende Ziele, weil die Räder sich gut wieder verkaufen lassen.
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