17. Oktober 2020 / Aufklärung

Die richtige Abfalltrennung

Städtischer Fachbereich Stadtreinigung gibt Tipps und klärt Irrtümer auf

„Mülltrennung ist sehr wichtig“, erklärt Thomas Schikora
von VS

Die richtige Mülltrennung ist ein wichtiges Thema. Thomas Schikora, vom Fachbereich Stadtreinigung, erklärt wie es richtig funktioniert.

Pressemitteilung der Stadt Gütersloh:


Was gehört in den Gelben Sack? Wo kann ich Medikamente entsorgen? Und wohin mit dem fettigen Pizzakarton? Abfall ist nicht immer gleich Müll? Unser Müll enthält oft noch zahlreiche Wertstoffe, die in sinnvoller Weise verwertet werden können. »Mülltrennung ist daher sehr wichtig«, betont Thomas Schikora vom Fachbereich Stadtreinigung der Stadt Gütersloh. »Denn der Abfall wird nicht einfach in der Müllverbrennung verbrannt, sondern sortiert, voneinander getrennt und weiterverwertet.« Im komplexen Dschungel der verschiedenen Trenn- und Sammelsysteme kommen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern jedoch immer wieder Fragen auf.
 
Ein Irrtum, der immer noch vorherrscht, ist die richtige Befüllung des Gelben Sacks. »Es gibt Gebiete mit 40 bis 50 Prozent Fehlwürfen«, weiß Schikora aus verschiedenen Untersuchungen. Nur Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen gehören in den Gütersloher Gelben Sack. Nicht aber alles, was aus Plastik ist: Kugelschreiber, Kinderspielzeug oder ähnliches werden nicht im Gelben Sack entsorgt. Rein gehören also beispielsweise Joghurtbecher aus Kunststoff, Konservendosen aus Metall oder Verbundverpackungen wie ein Milch-„Tetrapak“. Der Joghurtbecher muss dabei übrigens nicht ausgespült werden, eine „löffelreine“ Ausleerung reicht vollkommen aus. »Wichtig ist aber, den Deckel vom Becher zu lösen«, unterstreicht Thomas Schikora. »Dieser ist oftmals aus Aluminium und kann sehr gut wiederverwertet werden.« Gefäße wie Konservendosen und andere Plastikbecher sollten nicht ineinander geschachtelt werden. Denn in der Sortieranlage müssen die gemischten Altverpackungen wieder getrennt werden.
 
Auch bei der richtigen Befüllung der Komposttonnen kommen immer wieder Fragen auf. Besonders wichtig ist hier, dass sogenannte kompostierbaren Bio-Beutel, die es im Einzelhandel zu kaufen gibt, nicht in den Kompostmüll gehören, da sie am Kompostwerk als Störstoffe aussortiert und als Restmüll entsorgt werden müssen. »Der Kompost kann zwar in der Küche in diesen Bio-Beutel oder einer Plastiktüte gesammelt werden, sollte dann aber in der Komposttonne ausgeleert werden. Die Beutel gehören in den Restmüll«, erklärt der Experte vom Fachbereich Stadtreinigung.
 
Und wohin mit dem Pizzakarton vom Lieferdienst? »Verschmutztes Papier, wie eben beispielweise ein Pizzakarton, gehören nicht in die Papiertonne«, betont Schikora. Das Fett sowie Essensreste stören die Verwertung des Papiers und sollten daher in der Restmülltonne entsorgt werden. Auch nach dem Kochen oder Backen übrig gebliebenes flüssiges oder festes Fett gehört in die Restmülltonne. Flüssiges Fett, wie Speiseöl, kann dafür zum Beispiel zur Entsorgung in Flaschen abgefüllt werden. In Spülbecken, Waschbecken oder Toiletten sollte das Fett übrigens niemals gekippt werden, denn es verschmutzt nicht nur das Abwasser, sondern verklebt und verstopft auch die Leitungen im Haus.
 
Ein ganz spezieller Fall ist die Entsorgung von Medikamenten: In der Stadt Gütersloh besteht die Vereinbarung mit den ortsansässigen Apotheken, dass Medikamente wie zum Beispiel Hustensäfte in Flaschen, Sprays oder Tabletten in verschiedenen Aufbewahrungsformen an die Apotheken zurückgegeben werden können. Diese sortieren die Medikamente nach Materialien vor, und die gesammelten Rückgaben werden regelmäßig durch einen vom Fachbereich Stadtreinigung beauftragten Dienstleister abgeholt und fachgerecht entsorgt.
 
Die Trennung von Buntglas (grünes und braunes Glas) und Weißglas (klares Glas) ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil im System der Abfallverwertung. An etwa 110 Standorten im Gütersloher Stadtgebiet gibt es spezielle Altglas-Container zur Entsorgung von Bunt- und Weißglas. Porzellan, Keramik, Tonscherben oder –flaschen, Glühbirnen, Leuchtstoffröhren oder Pflanzenschutz- und Reinigungsmittelflaschen gehören nicht in die Altglas-Entsorgungspunkte. Auch zerbrochenes Glas sollte aufgrund der hohen Verletzungsgefahr nicht in den Containern entsorgen werden, es kann problemlos in die Restmülltonne geworfen werden.
 
 »Was uns als Stadtreinigung sehr beschäftigt, ist der zum Teil sehr hohe Verschmutzungsgrad an den verschiedenen Containerstandorten«, hebt Thomas Schikora hervor. Ob Papier-, Altglas- oder Altkleider-Container: »Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger darum, wirklich nur die Materialien einzuwerfen, die dort auch hineingehören, und die Plätze sauber zu hinterlassen.« Wilde Müllablagerungen werden zudem verfolgt und mit einem Bußgeld geahndet.
 
Weitere Informationen rund um die Themen Abfalltrennung und Müllentsorgung gibt es unter www.stadtreinigung.guetersloh.de. Einzelne Stichworte im „Abfall-ABC“ geben weitere Hinweise zur richtigen Entsorgung. Auch die kostenlose „Abfall-App“ der Gütersloher Stadtreinigung bietet mit einem Abfall-Ratgeber weitere Informationen. 
 
 
Bildzeilen:

Bild 1 (oben): 
Jede Tonne hat ihre Funktion: Thomas Schikora vom Fachbereich Stadtreinigung bei der Stadt Gütersloh klärt Entsorgungs-Irrtümer auf und gibt Tipps zur richtigen Abfalltrennung.
 
Bild 2:
So nicht: Plastik- und kompostierbare Bio-Beutel gehören nicht in die grüne Tonne. Der Kompost kann in der Küche in Plastiktüten gesammelt werden, sollte dann aber in der Komposttonne ausgeleert werden.
 
Bild 3:
Joghurtbecher, „Tetrapak“ und Konservendosen: Nur Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen gehören in den Gütersloher Gelben Sack.
 
Bild 4: 
Nicht alles, was aus Plastik ist gehört in den Gelben Sack.

Bildquellen: ©Stadt Gütersloh

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