4. Oktober 2023 / Allgemeines

Ermittler: Frau soll Ehemann und Kind getötet haben

Ein Mann und ein kleiner Junge liegen tot in einer Darmstädter Wohnung. Ein zweites Kind ist verletzt. Schon Stunden später haben die Ermittler die Ehefrau unter Verdacht.

Beamte der Spurensicherung der Polizei am Tatort in Darmstadt.
Veröffentlicht am 4. Oktober 2023 um 14:39 Uhr von dpa

Grausiger Fund am Morgen: Eine 42 Jahre alte Frau soll in Darmstadt Ermittlern zufolge ihren Mann und einen zehn Jahre alten Jungen getötet haben. Die Frau und ein weiterer neun Jahre alter Junge seien am Mittwochmorgen auf einem Grundstück eines Mehrfamilienhauses verletzt aufgefunden worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Die 42-Jährige sei in einer Gartenhütte entdeckt worden. Noch Stunden später liefen die Ermittlungen vor Ort im Stadtteil Arheilgen. Beamte in Schutzanzügen suchten am Tatort nach Spuren.

Gegen 6.30 Uhr ist der Staatsanwaltschaft zufolge ein Notruf eingegangen. «Es wird noch ermittelt, wer angerufen hat», sagte ein Sprecher. Es habe sich niemand namentlich gemeldet. Derzeit werde jedoch davon ausgegangen, dass der Anruf von einem Familienmitglied kam. Die beiden Jungen und der Mann seien in der Wohnung gefunden worden.

Spurensuche am Tatort

«Nach ersten Ermittlungen steht die 42-Jährige im Verdacht, ihren Ehemann und eines der beiden Kinder getötet zu haben», teilten die Ermittlungsbehörden mit. Anhaltspunkte für beteiligte dritte Personen gebe es derzeit nicht.

Die Frau und der Neunjährige seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Junge habe diverse Verletzungen, akute Lebensgefahr bestehe aber nicht. Weitere Angaben wollten Polizei und Staatsanwaltschaft wegen der laufenden Ermittlungen zunächst nicht machen.

Noch Stunden nach dem Notruf liefen die Ermittlungen vor Ort im Stadtteil Arheilgen. In der ruhigen und sauberen Familienwohngegend suchten Beamte in Schutzanzügen am Tatort nach Spuren. Die Polizei blockierte die Straße, um Neugierige abzuhalten. Die Leichen konnten erst am frühen Nachmittag abtransportiert werden.


Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
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