27. März 2024 / Allgemeines

Pandaweibchen Meng Meng wurde künstlich besamt

Die Zeitspanne, um eine Familie zu gründen, ist bei Großen Pandas sehr kurz. Bei Pandaweibchen Meng Meng im Berliner Zoo war es nun so weit. Experten haben nachgeholfen.

Pandaweibchen Meng Meng lässt es sich im Zoo Berlin schmecken.
Veröffentlicht am 27. März 2024 um 13:28 Uhr von dpa

Das Pandaweibchen Meng Meng ist von Experten im Berliner Zoo künstlich besamt worden, um die Nachwuchs-Chancen zu erhöhen. Meng Meng und ihr Partner Jiao Qing - das bundesweit einzige Pandapärchen - seien in der Nacht von Montag auf Dienstag unter Narkose gesetzt worden, teilte der Zoo mit und schrieb: «Daumen drücken für Panda-Baby(s)».

Demnach hatten die Hormonwerte der Pandadame signalisiert, dass sie empfängnisbereit war. Das Zeitfenster dafür ist mit maximal 72 Stunden - in der Regel im Frühjahr - sehr kurz.

Zunächst hatte es natürliche Paarungsversuche gegeben: Das elfköpfige Expertenteam habe Meng Meng mehrmals mit ihrem Partner Jiao Qing zusammengeführt. Sie habe Jiao Qing gegenüber allerdings gemischte Signale gezeigt. Damit sie ihn nicht verletzt, entschied sich das Team dann für eine künstliche Besamung, wie der Zoo erklärte. Zunächst sei Jiao Qing unter Narkose gesetzt worden, dann Meng Meng. Beide hätten die Prozedur gut überstanden.

Gewissheit über Nachwuchs erst kurz vor der Geburt

Die Gewissheit über Nachwuchs beim Großen Panda erhalte man erst kurz vor der Geburt, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem laut Mitteilung. «Die Bären müssen sich genügend Energiereserven anlegen, damit die Trächtigkeit erfolgreich verläuft.» Erst in spätestens sechs Monaten werde man erfahren, ob die Besamung erfolgreich war.

Vergangene Woche waren Experten angereist, um bei der möglichen Fortpflanzung zu helfen - darunter extra zwei erfahrene Fachleute für Reproduktionsmedizin aus China. Dem Pandapärchen wurde schon einmal mit künstlicher Befruchtung auf die Sprünge geholfen. 2019 war die erste Panda-Geburt in einem deutschen Zoo überhaupt eine Sensation: Die Zwillinge Pit und Paule sind mittlerweile allerdings nicht mehr in Berlin. Sie wurden Ende vergangenen Jahres nach China geflogen. Damit ist in der Panda-Anlage im Zoo, die einst zehn Millionen Euro kostete, wieder Platz für Jungtiere.


Bildnachweis: © Paul Zinken/dpa
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