14. August 2022 / Allgemeines

Tote und Verletzte bei schwerer Explosion in Armenien

Auf einem großen Basar in Eriwan explodiert etwas, vermutlich Feuerwerkskörper. Es gibt Tote und Verletzte. Dann versuchen Unbekannte, die Menschen in Armeniens Hauptstadt einzuschüchtern.

Starke Rauchentwicklung am Unglücksort.
von dpa

Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in der Südkaukasusrepublik Armenien sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Die Detonation ereignete sich etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Eriwan, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur am Ort des Geschehens berichtete. Mindestens 25 Menschen wurden abends noch vermisst, wie der armenische Zivilschutz mitteilte.

Nach ersten Angaben flog ein Lager mit Feuerwerkskörpern in die Luft. Dadurch sei auch eine Gasleitung explodiert. Die Detonation am Sonntagnachmittag (Ortszeit) sei massiv gewesen. Viele Menschen rannten von der Unglücksstelle weg um ihr Leben. Die Behörden gingen von einem unvorsichtigen Umgang mit Feuer als Ursache aus.

Mehrere Gebäude auf dem Großhandelsgelände stürzten ein oder wurden beschädigt. Unter den Trümmern könnten sich nach Angaben von Rettungskräften noch Menschen befinden, hieß es. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Über der Stadt breitete sich eine Rauchwolke aus. Auf Autos legten sich Staub und Schutt. Mehr als 60 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Etwa ein Dutzend von ihnen waren Kinder.

Wenige Stunden nach der Explosion gingen beim Zivilschutz des Landes mehrere Bombendrohungen ein. Danach seien Bomben in der U-Bahn von Eriwan, im Parlament und in anderen Gebäuden gelegt. Passagiere mussten die U-Bahn verlassen. Spezialisten durchsuchten die Stationen, fanden aber keine Sprengsätze. Informationen über einen Zusammenhang der Ereignisse gab es nicht.

Die frühere Sowjetrepublik Armenien im Südkaukasus mit Grenzen zum Iran, zur Türkei, zu Aserbaidschan und Georgien gehört zu den ärmsten Ländern der Region. Immer wieder kommt es dort zu Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften. Rettungskräfte und Feuerwehr waren ohne Schutzmasken im Einsatz. Mit Aserbaidschan steht Armenien in einem militärischen Konflikt um das Gebiet Berg-Karabach.


Bildnachweis: © Daniel Bolshakov/AP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Auf Entdeckungsreise durch Gütersloh
Veranstaltung

Stadtführungen der gtm starten wieder nach der Sommerpause

weiterlesen...
16 Stationen öffnen am Tag des offenen Denkmals
Veranstaltung

11. September: Viel Programm und Sonderführungen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Umweltschützer protestieren mit Kanus gegen Oder-Ausbau
Allgemeines

Jüngst war es in der Oder zu einem Massen-Fischsterben gekommen. «Um weiteren Katastrophen vorzubeugen, müssen wir gemeinsam den Oder-Ausbau beenden», fordern Umweltschützer. Doch Polen pocht darauf.

weiterlesen...
Elefantenjunges im Leipziger Zoo geboren
Allgemeines

«Die ersten Stunden, die wir nun beobachten konnten, stimmen uns optimistisch», heißt es aus dem Zoo. Weiterer Elefanten-Nachwuchs ist unterwegs in Leipzig.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Umweltschützer protestieren mit Kanus gegen Oder-Ausbau
Allgemeines

Jüngst war es in der Oder zu einem Massen-Fischsterben gekommen. «Um weiteren Katastrophen vorzubeugen, müssen wir gemeinsam den Oder-Ausbau beenden», fordern Umweltschützer. Doch Polen pocht darauf.

weiterlesen...
Elefantenjunges im Leipziger Zoo geboren
Allgemeines

«Die ersten Stunden, die wir nun beobachten konnten, stimmen uns optimistisch», heißt es aus dem Zoo. Weiterer Elefanten-Nachwuchs ist unterwegs in Leipzig.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner