25. Januar 2022 / Wusstest du das?

„Re-mem-ber“: Erinnern für die Zukunft

Fotos des Jüdischen Friedhofs von Veit Mette werden auf dem Dreiecksplatz gezeigt

von VS

Von Ende Januar bis Ende Februar werden auf dem Dreiecksplatz Fotos des Fotografen Veit Mette zu sehen sein. Thema der Ausstellung ist die Erinnerung an die Geschichte jüdischen Lebens in Gütersloh und an die Ausgrenzung und Auslöschung der Jüdischen Gemeinde durch die Nationalsozialisten.

Pressemitteilung der Stadt Gütersloh:

Der 27. Januar wurde von den Vereinten Nationen zum internationalen Holocaust-Gedenktag ausgerufen. Das Datum erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Mit einer außergewöhnlichen Ausstellung im öffentlichen Raum erinnert die Stadt Gütersloh mit dem Fachbereich Kultur an die Geschichte jüdischen Lebens in Gütersloh und an Ausgrenzung und Auslöschung der Jüdischen Gemeinde durch die Nationalsozialisten. Auf dem Dreiecksplatz sind ab Donnerstag, 27. Januar, Bilder vom Jüdischen Friedhof an der Böhmerstraße zu sehen.
 
Der bekannte Fotograf Veit Mette hat diese Zeugnisse der Geschichte jüdischer Menschen in Gütersloh in großformatige Fotografien umgesetzt, »um die Erinnerung an die jüdische Gemeinde, die heute nicht mehr existiert, in die Mitte unserer Gesellschaft hineinzutragen,« heißt es in der Vorankündigung zur Ausstellung mit dem Titel „re-mem-ber. Erinnern für die Zukunft“.  Eröffnung ist am Donnerstag, 27. Januar, um 14.30 Uhr, zu sehen ist sie bis zum 24. Februar. Begleitend zu der Ausstellung werden Führungen über den Jüdischen Friedhof an der Böhmerstraße angeboten.
 
»Die Erinnerungskultur in Gütersloh ist für die Arbeit unseres Fachbereichs Kultur ein immens wichtiger Baustein. Daher freuen wir uns umso mehr das eindrückliche Fotoprojekt in Zusammenarbeit mit Veit Mette im Zentrum unserer Stadt präsentieren zu können,« sagt Fachbereichsleiterin Lena Jeckel. Sie weist außerdem auf eine weitere Ausstellung zum Thema hin, die sich ab 14. Februar im Stadtarchiv an der Moltkestraße anschließt und ebenfalls Fotos des Jüdischen Friedhof zeigt (Montag-Freitag 9-15 Uhr).
 
Veit Mette
»Dass wir uns laut erinnern müssen, ist das Erschreckende unserer Zeit. Dennoch sollen die Bilder still sein.« So beschreibt der Bielefelder Fotograf Veit Mette die Intention des Fotoprojekts „re-mem-ber“. Er arbeitet seit 1990 als freier Fotograf in Bielefeld. Neben seinen Arbeiten für Zeitschriften, Magazine und  Unternehmen ist er vor allem für seine fotografischen Arbeiten im öffentlichen Raum bekannt. Eine Stadtbahn mit Fotografien aus Bethel, Alltagsbilder aus dem studentischen Leben in der Halle der Universität oder seine Projektionsbilder mit Motiven von Peter August Böckstiegel in Werther sind nur einige Beispiele. Veit Mette erhielt 2015 den Kulturpreis der Stadt Bielefeld.

Foto: ©Veit Mette

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