12. Mai 2023 / Allgemeines

13 Jahre nach Minenunglück: Leichenteile gefunden?

2010 kommt es in der Pike-River-Mine in Neuseeland zu schweren Explosionen. 29 Menschen sind eingeschlossen und sterben bei dem Minenunglück. Die Bergung der Leichen ist weiterhin schwierig.

Flammen schlagen aus einem Lüftungsschacht über der Pike-River-Mine (2010).
Veröffentlicht am 12. Mai 2023 um 07:38 Uhr von dpa

Fast 13 Jahre nach einem schweren Grubenunglück in Neuseeland mit 29 Toten haben Experten wahrscheinlich menschliche Überreste in der Pike-River-Mine auf der Südinsel gefunden. Im November 2010 hatte sich in dem Kohlebergwerk nordöstlich von Greymouth eine Serie von heftigen Explosionen ereignet. Alle Versuche, die eingeschlossenen Bergarbeiter zu erreichen, schlugen fehl. Es handelt sich um eines der schwersten Minenunglücke in der jüngeren Geschichte des Pazifikstaates.

Die genaue Ursache wurde nie geklärt, die Mine verschlossen. Erst 2018 nahmen die Behörden die Untersuchungen wieder auf und begannen Versuche, die Leichen der Opfer zu bergen. Mit Hilfe von Experten ließ die Polizei jetzt tiefe Löcher in die Grube bohren. Bilder daraus zeigten mögliche menschliche Überreste - an einer Stelle, an der zum Zeitpunkt des Unglücks wahrscheinlich gerade drei Bergleute gearbeitet hatten, wie Polizeisprecher Darryl Sweeney sagte.

Zwei Pathologen hätten nach Begutachtung der Aufnahmen aber erklärt, dass sie nicht mit Sicherheit sagen könnten, ob es sich wirklich um Leichenteile handelte. «Wir sind uns bewusst, dass dies ein unglaublich schwieriger Prozess für die Familien der 29 Männer ist, die in Pike River getötet wurden», erklärte Sweeney. In den kommenden Wochen sollen im Zuge der polizeilichen Ermittlungen drei weitere Löcher gebohrt werden.


Bildnachweis: © Iain Mcgregor/NZPA via AP/dpa
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