15. Juli 2021 / Allgemeines

Corona-Impfungen: Deutschland setzt auf mehr Tempo

In Deutschland steigen die Corona-Zahlen trotz Impf-Fortschritts. Die meisten Ländern der Welt stehen beim Impfen dagegen erst am Anfang. Dabei verschlimmert sich die Coronalage vielerorts.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit.
von dpa

Im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt Deutschland die Impfkampagnen in ärmeren Ländern mit weiteren 260 Millionen Euro.

Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Donnerstag in Genf. Der Betrag ist Teil bereits angekündigter 2,2 Milliarden Euro aus Deutschland für das internationale Programm gegen die Pandemie «Access to Covid-19 Tools Accelerator» (ACT-A). Spahn sagte, in den kommenden Monaten werde es gelingen, hunderte Millionen Menschen in allen Teilen der Welt zu impfen.

Die Mittel, die nun für die WHO vereinbart wurden, dienen der Entwicklung, Herstellung und Verteilung von Corona-Tests, Behandlungsmethoden und Impfstoffen. Insgesamt fließen von den deutschen ACT-A-Mitteln 1,5 Milliarden im laufenden Jahr.

«Die Pandemie ist noch nicht vorbei», so der Minister. Der größte Teil der Welt stehe noch am Beginn der Impfkampagne. «Es ist in unserem eigenen Interesse, dass die Welt geimpft wird», sagte Spahn. «Diese Pandemie ist erst vorbei, wenn sie für alle in der Welt vorbei ist.»

WHO-Generaldirektor Tedros sagte, die Unterstützung komme «zu einem ganz kritischen Zeitpunkt». Tedros: «Infektionen und Todesfälle steigen weltweit an.» Zudem drohten weitere Virus-Varianten.

Spahn kündigte zudem an, dass Deutschland über bereits angekündigte 30 Millionen Impfdosen hinaus weiteren Impfstoff an andere Länder geben werde. «Das ist der Startpunkt.»

Spahn mahnte andere Staaten zu mehr Unterstützung für die WHO. «Nur mit einer starken WHO werden wir diese Corona-Pandemie überwinden.» Er wolle alle anderen Mitgliedstaaten ermutigen, eine nachhaltige Finanzierung der WHO sicherzustellen.

Von der Führung in China verlangte Spahn Zugang für die weitere Erforschung des Ursprungs der Pandemie. «Wir haben ein hohes Interesse daran, dass der Ursprung dieses Virus nachvollzogen werden kann», sagte Spahn im Namen der internationalen Gemeinschaft. Eine erste Mission im Auftrag der WHO ins chinesische Wuhan hatte die Frage nicht abschließend klären können. Spahn verlangte, weitere Untersuchungen müssten folgen, so dass es ein von der Wissenschaft geleitetes Ergebnis möglich werde.

Deutschland ist Gründungsmitglied der im April 2020 ins Leben gerufenen Anti-Pandemie-Kooperation ACT-A. Das meiste Geld fließt an die Impfstoffplattform Covax, kleinere Beträge an die Plattformen für Diagnostik und Medikamente gegen Covid-19. Covax fördert die Erforschung von Corona-Impfstoffen und beschafft Impfdosen. Die Finanzierung für 92 der ärmsten Länder übernehmen reichere Staaten.


Bildnachweis: © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

DWD warnt vor Schneefällen: Schulen und Verkehr betroffen
Allgemeines

Das Winterwetter hält an: Aktuell passieren etwa in NRW mehr Unfälle als sonst auf den Straßen. Manche Busse und Bahnen fallen aus. Auch Schulen bleiben zu. Nächste Nacht soll es heftig schneien.

weiterlesen...
Schulausfall im Norden - Warnung vor extremer Lage
Allgemeines

Starker Schneefall bringt das öffentliche Leben in Teilen Deutschlands durcheinander. Die Situation dürfte sich laut Wettervorhersage am Freitag verschärfen.

weiterlesen...
Wohin mit dem Weihnachtsbaum?
Stadt Gütersloh

Verschiedene Entsorgungsmöglichkeiten im Stadtgebiet und in den Ortsteilen von Gütersloh.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach Messerattacke in Ulm: Polizei sucht Motiv
Allgemeines

Nach dem Messerangriff in einem Ulmer Einkaufszentrum bleibt das Motiv unklar. Ein 25-Jähriger kämpft weiter um sein Leben. Einen Tag nach der Tat meldet sich auch ein weiteres Opfer.

weiterlesen...
Notlandung in Barcelona aus Sorge vor Bombe
Allgemeines

Der Name eines Internet-Hotspots löst auf einem Flug von Istanbul nach Barcelona einen Bombenalarm aus. Die Maschine muss in Barcelona notlanden und wird von Spezialkräften durchsucht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach Messerattacke in Ulm: Polizei sucht Motiv
Allgemeines

Nach dem Messerangriff in einem Ulmer Einkaufszentrum bleibt das Motiv unklar. Ein 25-Jähriger kämpft weiter um sein Leben. Einen Tag nach der Tat meldet sich auch ein weiteres Opfer.

weiterlesen...
Notlandung in Barcelona aus Sorge vor Bombe
Allgemeines

Der Name eines Internet-Hotspots löst auf einem Flug von Istanbul nach Barcelona einen Bombenalarm aus. Die Maschine muss in Barcelona notlanden und wird von Spezialkräften durchsucht.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner