Einem neuen Gutachten zufolge ist die Anpassung an den Klimawandel die wichtigste Aufgabe, um die Wälder in Deutschland langfristig zu schützen. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik, der an diesem Mittwoch seinen Bericht an das Bundesagrarministerium übergeben hat. Die Wissenschaftler empfehlen in ihrer Expertise, die Widerstandsfähigkeit von Wäldern angesichts der fortschreitenden Erderhitzung zu stärken und die künftige Waldpolitik auf dieses Ziel auszurichten. Dazu gehören laut Beirat etwa ein besseres Risikomanagement im Umgang mit Extremwetterereignissen, die Förderung von nachhaltiger Holzverwendung und der Schutz der Artenvielfalt. Die geschäftsführende Bundeswaldministerin Julia Klöckner begrüßte die jüngste Erklärung von mehr als 100 Staaten auf der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow, die Entwaldung bis 2030 stoppen zu wollen. Außerdem plädierte die CDU-Politikerin dafür, ein Abholzungsverbot und weitere Nachhaltigkeitsstandards zu Kernvoraussetzungen künftiger Handelsabkommen zu machen. Die Folgen des Klimawandels haben den Wäldern in Deutschland deutlich zugesetzt, wie auch der Waldbericht der Bundesregierung im Sommer gezeigt hatte. Die starken Stürme in den Jahren 2017 und 2018, die extreme Dürre und Hitzewellen in den Jahren 2018 bis 2020 sowie die massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern hätten in den Wäldern zu Störungen und massiven Waldschäden geführt, hieß es in dem Bericht. Nach Angaben des Bundesagrarministeriums gibt es in Deutschland mittlerweile 280.000 Hektar Schadfläche, die wiederbewaldet werden müsste.
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Klimawandel ist wichtigste Herausforderung für Wälder
Der Klimawandel hat den Wäldern in Deutschland kräftig zugesetzt. In einem Gutachten wird empfohlen, die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu stärken.
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