5. Januar 2022 / Allgemeines

Neujahrsauktion: Thunfisch in Tokio erzielt 128.000 Euro

Nirgendwo sonst auf der Welt wird so viel Blauflossenthun gegessen wie in Japan. Entsprechend sind die Preise, die bei Auktionen für die Fische aufgerufen werden.

Die erste Thunfisch-Auktion des Jahres auf einem Markt in Nachikatsuura in der Präfektur Wakayama im Westen Japans.
Veröffentlicht am 5. Januar 2022 um 08:39 Uhr von dpa

Bei der ersten Auktion des neuen Jahres auf dem Fischmarkt von Tokio ist ein Blauflossen-Thunfisch für den Preis von 16,8 Millionen Yen (rund 128.000 Euro) versteigert worden.

Zwar ist schon das eine Menge Geld - doch 2019 hatte ein Thunfisch einen Rekordpreis von umgerechnet rund 2,7 Millionen Euro erzielt. Dann aber schlug das Coronavirus zu. Auch die diesjährige Auktion auf dem Toyosu-Markt fand am Mittwoch unter dem Eindruck der andauernden Pandemie statt. Es sei das erste Mal seit sechs Jahren, dass ein Thunfisch dabei weniger als 20 Millionen Yen erzielte, berichteten lokale Medien.

Der 211 Kilogramm schwere Fisch war in Oma, einem der besten Thunfischfanggebiete des Landes, an der Nordspitze der Hauptinsel Honshu gefangen worden. Der erzielte Preis entspricht rund 610 Euro pro Kilogramm. Erstanden wurde der Fisch von einer Großhandelsfirma. «Ich möchte die Kraft aller nutzen, um das neue Jahr zu überstehen», wurde ein Vertreter der Firma zitiert.

Die relativ hohen Preise bei der alljährlichen Neujahrsauktion in Tokio liegen nicht so sehr in der Qualität des Fisches begründet. Vielmehr ist das Ganze eine geschickte PR-Aktion zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres, über die heimische Medien dann auch jedes Jahr berichten.

Nirgendwo sonst auf der Welt wird so viel Blauflossenthun gegessen wie in Japan. Die - vor allem im Ausland - seit langem kritisierte Überfischung hat dazu geführt, dass die Art in ihrem Bestand stark gefährdet ist.


Bildnachweis: © --/kyodo/dpa
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