1. September 2021 / Allgemeines

Züchterverband verurteilt Behandlung von Alpaka Geronimo

Bis zum Schluss kochten in England die Emotionen um Geronimo hoch. Das Alpaka musste sterben. Der Verband der Alpaka-Züchter klagt an, das Tier sei «schändlich und abscheulich» behandelt worden.

Das Alpaka mit dem Namen «Geronimo» wurde getötet, weil es zwei Mal positiv auf Rindertuberkulose getestest wurde.
Veröffentlicht am 1. September 2021 um 18:53 Uhr von dpa

Nach der Einschläferung des Alpakas Geronimo in England hat der Verband der britischen Alpaka-Züchter den Umgang der Behörden mit dem Tier scharf kritisiert.

Die Mitarbeiter der Behörde für Tier- und Pflanzengesundheit hätten das Tier «schändlich und abscheulich» behandelt, als sie es beschlagnahmten, schrieb die Chefin der British Alpaca Society, Sue Loach, in einem Brief an das Umweltministerium. Sie forderte, die Verantwortlichen zu suspendieren und eine Untersuchung der Vorgänge vom Dienstag einzuleiten.

Vorwurf: Unsachgemäßer Umgang

Mehrere Behörden-Mitarbeiter hatten Geronimo unter Polizeischutz auf dem Hof seiner Besitzerin Helen Macdonald im westenglischen Wickwar eingefangen und in einen Anhänger gezerrt. Loach warf ihnen vor, sie seien dabei völlig unsachgemäß mit dem Tier umgegangen. «Ihr Verhalten war ekelhaft, abstoßend und grausam und missachtete Geronimos Wohlergehen völlig.» Das mangelnde Wissen über den richtigen Umgang mit Alpakas «war erschreckend und völlig unentschuldbar». Geronimo sei unter erheblichem Stress auf den Anhänger gedrängt und dort angebunden worden. «Es ist zudem gut dokumentiert, dass sich Alpakas beim Transport hinsetzen. Geronimo wurde jedoch wie ein Pferd angebunden», kritisierte Loach.

Die Alpaca Society hat nach eigenen Angaben 2000 Mitglieder in Großbritannien und führt die Aufzeichnungen über die landesweit rund 40.000 registrierten Klein-Kamele.

Geronimo war nach langem Streit eingeschläfert worden, nachdem das Tier zwei Mal positiv auf die tödliche und ansteckende Rindertuberkulose getestet worden war. Besitzerin Macdonald hatte bis zum Schluss einen weiteren und - nach ihren Angaben - genaueren Test gefordert. Die Debatte hatte sogar die Familie von Premierminister Boris Johnson erreicht.


Bildnachweis: © Andrew Matthews/PA Wire/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Michaeliswoche 2026: Das erwartet euch in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Vom 25. September bis 4. Oktober bietet die Michaeliswoche in Gütersloh Kirmes, Straßenkunst und ein Familienprogramm.

weiterlesen...
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.

weiterlesen...
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Lungenpest-Verdacht: Trump will mit Putin telefonieren
Allgemeines

Starb eine junge Wissenschaftlerin in Sibirien an Lungenpest? Der undurchsichtige Fall sorgt weltweit für Aufmerksamkeit. Trump will deshalb sogar mit Putin telefonieren.

weiterlesen...
Gegen Kurzsichtigkeit helfen weder Training noch Karotten
Allgemeines

Kurzsichtigkeit lässt sich nicht rückgängig machen. Der Faktencheck zeigt: Übungen, bestimmte Lebensmittel oder Sonnenlicht ersetzen keine Brille.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Lungenpest-Verdacht: Trump will mit Putin telefonieren
Allgemeines

Starb eine junge Wissenschaftlerin in Sibirien an Lungenpest? Der undurchsichtige Fall sorgt weltweit für Aufmerksamkeit. Trump will deshalb sogar mit Putin telefonieren.

weiterlesen...
Gegen Kurzsichtigkeit helfen weder Training noch Karotten
Allgemeines

Kurzsichtigkeit lässt sich nicht rückgängig machen. Der Faktencheck zeigt: Übungen, bestimmte Lebensmittel oder Sonnenlicht ersetzen keine Brille.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner