28. März 2024 / Kreis Gütersloh

Demokratie in der Schule leben

Gütersloh. Wie funktioniert Demokratie in der Schule? „Gelebte Demokratie in der Schule bedeutet, dass viele...

von Lena Baron

Gütersloh. Wie funktioniert Demokratie in der Schule? „Gelebte Demokratie in der Schule bedeutet, dass viele Meinungen, Wünsche, Vorstellungen und Ideen aufeinandertreffen“, erklärt Anja Kottmann vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh (KI) zu Beginn des Workshops. Diese Beschreibung trifft auch auf die rund 30-köpfige Gruppe zu, die an der Veranstaltung des KI im Kreishaus Gütersloh teilnahm. Sie alle hatten unterschiedliche Ideen und Vorstellungen davon, wie eine Schule der Zukunft auszusehen hat. Im Fokus stand der Austausch zwischen den Teilnehmenden, aber auch wie konkrete Ideen umgesetzt werden können. „Uns war es wichtig, dass wir am Ende der Veranstaltung mit Visionen, aber auch mit konkreten Handlungsbeispielen hier rausgehen“, so Kottmann.

Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem Lehrkräfte, Schülervertretungen, Vertreter des Jugendparlaments Gütersloh und Ehrenamtliche, die an Schulen tätig sind. Fast alle Schulformen des Kreises Gütersloh waren vertreten. Mit dem breit aufgestellten Teilnehmerkreis konnten möglichst viele und unterschiedliche Ideen gesammelt werden.

Durch den Workshop führte Sven Oleschko von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als Teil der ‚Woche gegen Rassismus‘ gab er den Teilnehmenden Impulse, wie Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit an Schulen gestaltet werden kann. Das erfolgte nicht durch einen alleinigen Vortrag des Referenten, sondern durch aktives Gestalten der eigenen Ideen auf Grundlage der zuvor formulierten Bedürfnisse. Kreativität und Spontanität war hier gefragt. Mithilfe verschiedener Lego-Bausteine erstellten die einzelnen Gruppen Modelle, um demokratisches Miteinander in der Schule zu verbildlichen. Zum Beispiel wird in einem Modell die Schule als Ort dargestellt, an dem Personen sie selbst sein können, Positivität herrscht und alle willkommen sind.
Die Methode beruht auf dem sogenannten ‚Human-centered-Design‘, erklärte Oleschko. Das heißt: Die Teilnehmenden bringen ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen direkt ein und kommen so miteinander ins Gespräch. Daraus entwickeln sich dann die konkreten Handlungsideen.

Bei der Aufgabe ging es nicht nur darum, die eigenen Ideen anhand von Lego-Bausteinen darzustellen, sondern sich auch von anderen Modellen inspirieren zu lassen. Zuletzt besprachen die Teilnehmenden, wie die jeweiligen Vorstellungen umgesetzt werden und die nächsten Schritte aussehen können. So gelang es ihnen, den Workshop mit einem genauen Zielbild von gelebter Demokratie in der Schule zu beenden. Im Laufe des Schuljahres wird das Kommunale Integrationszentrum noch einmal auf die teilnehmenden Gruppen zugehen. Dann kann gemeinsam auf die ursprünglichen Ideen zurückgeblickt und erörtert werden, was bereits in Umsetzung ist.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)


Bildnachweis/Bildinformationen: Sven Oleschko führte die Teilnehmenden durch den Workshop, zu dem Anja Kottmann, Kommunales Integrationszentrum des Kreises Gütersloh, eingeladen hatte

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